HBA für Approbierte: Erstattung mit dem Chef regeln

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Berlin -

Elektronischer Heilberufsausweis (HBA) und Institutionenkarte (SMC-B) werden künftig zentrale Arbeitsmittel in der Apotheke sein: Ohne sie können E-Rezepte weder bedient noch geändert werden. Doch viele Apotheker:innen tappen bei den Details der Verwendung noch im Dunkeln. Bis vor kurzem war vielen nicht einmal bewusst, dass auch angestellte Approbierte einen eigenen HBA erhalten. Seit Juni ist es nun so weit.

Seit vergangenem Monat geben die Kammern HBA auch an angestellte Apotheker:innen aus. Bisher war das den Inhaber:innen vorbehalten, die den HBA brauchten, um ihre Betriebe an die Telematikinfrastruktur (TI 2.0) anzuschließen. Nachdem das bei über 90 Prozent der Apotheken geschehen ist, folgt nun im nächsten Schritt die Ausgabe an die weiteren Berechtigten. Denn nicht nun Inhaber werden die kleinen Karten spätestens ab kommendem Jahr täglich brauchen.

Allerdings war lange nicht klar, wer dafür zahlt. Der Deutsche Apothekerverband und der GKV-Spitzenverband verhandelten wochenlang und konnten sich schließlich auf eine Summer einigen: Alle Apotheker:innen, die zum Stichtag 1. Juli in einer öffentlichen Apotheke beschäftigt sind, erhalten den HBA anteilig in Höhe von 449 Euro erstattet.

Apotheker:innen sollten sich nicht mehr allzu viel Zeit lassen, mahnen verschiedene Kammern derzeit. Denn das Verfahren der Beantragung, Aus- und Zustellung kann sich ziehen – wenn etwas schiefgeht, durchaus auch mehrere Monate. Den Antrag müssen Apotheker:innen in den Mitgliederbereichen der Webseiten ihrer Kammern stellen, wo sie auch die Detailinformationen zu Antragsprozessen, Verträgen und Ablauf finden sollten. Möglich ist dabei, dass Apotheker:innen im Rahmen des Prüfungsverfahrens auch das Bestehen ihrer Approbation noch einmal gesondert nachweisen müssen. Die Information darüber wird aber im Einzelfall individuell von den Geschäftsstellen der Kammern gegeben.

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