Aktionstag gegen Sparreform

Geschlossene Praxen: Apotheken stehen hinter Ärzten

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Berlin -

In Berlin bleiben heute die Praxen vieler Ärztinnen und Ärzte geschlossen. Grund des Aktionstags ist das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG), das auch harte Einschnitte bei den Leistungserbringern vorsieht. Der Berliner Apotheker-Verein (BAV) zeigt sich solidarisch.

„Es handelt sich um ein reines Spargesetz, das irreparable Schäden an den Versorgungsstrukturen zur Folge haben kann“, betont die BAV-Vorsitzende Anke Rüdinger. Zwar würden die Berliner Apothekerinnen und Apotheker das Anliegen der Bundesregierung, die Finanzen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu stabilisieren, grundsätzlich begrüßen, allerdings sehe die konkrete Ausgestaltung des Gesetzes eine überproportionale Belastung der Leistungserbringer vor. Wirksame Alternativen wie die von der Finanzkommission Gesundheit vorgeschlagene Finanzierung versicherungsfremder Leistungen aus dem Bundeshaushalt würden dagegen vermieden.

Der Erhalt einer qualitativ hochwertigen, persönlichen und wohnortnahen Gesundheitsversorgung müsse das gemeinsame Ziel aller Berufsgruppen im Gesundheitswesen sein. „Daher solidarisieren sich die Berliner Apotheker:innen mit dem heutigen Aktionstag der Vertragsarztpraxen gegen die GKV-Sparmaßnahmen“, fährt Rüdinger fort.

„Wir rufen die Politik auf, von dem Vorhaben, das Spargesetz im Eiltempo durchzudrücken, abzusehen und stattdessen im Dialog mit allen Beteiligten langfristig tragfähige Lösungen für ein stabiles, resilientes und leistungsfähiges Gesundheitswesen zu suchen.“

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