Gematik: E-Rezept ab 1. Juli nur in Testregion

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Berlin - Das E-Rezept der Gematik wird zum 1. Juli nicht flächendeckend verfügbar sein. Stattdessen soll eine begrenzte Anzahl an Apothekern und Ärzten in der Modellregion Berlin-Brandenburg „im neuen Verordnungs- und Einlöseprozess mit dem E-Rezept begleitet“ werden, so die Gematik. Nach einer dreimonatigen Testphase in der Modellregion sei geplant, das E-Rezept auch über die Modellregion hinaus zu erproben.

Pünktlich zum 1. Juli soll es mit dem E-Rezept losgehen – allerdings laut Gematik nur mit „ausgewählten“ Apothekern, Ärzten und Patienten in der Fokusregion Berlin-Brandenburg. Die in dieser Testphase gewonnen Erkenntnisse sollen dann im vierten Quartal in eine bundesweite Einführungsphase einfließen. „Das Vorgehen entspricht dem, das wir auch bei der Test- und Einführungsphase der elektronischen Patientenakte gewählt haben“, erklärt Gematik-Geschäftsführer Dr. Markus Leyck Dieken. „Um auch die praktischen Erfahrungen mit dem E-Rezept gut skalieren zu können, haben wir uns daher bei der Einführung dieser digitalen Anwendung ebenfalls für eine Testphase entschieden.“

Die E-Rezept-App der Gematik soll ohne Verzögerung zum 1. Juli verfügbar sein – aber ist dann vorerst eben nur für diejenigen ausgewählten Apotheken nutzbar, die sich an der Testphase beteiligen. Ohnehin geht die Gematik davon aus, dass zu Beginn der ersten Testphase noch nicht alle Apotheken technisch bereit sein werden, sondern vielmehr „zu großen Teilen schon im Juli ihre Software installiert haben“. Im Verlaufe des dritten und vierten Quartals werde es außerdem „eine zügige Verbreitung der notwendigen Praxissoftware geben“.

Der Strukturwandel von der klassischen Muster-16-Verordnung zum E-Rezept müssen „sorgfältig und mit Maß angegangen werden“, so Leyck Dieken. „Das E-Rezept steht für eine fundamentale Veränderung in der medizinischen Versorgung der Bevölkerung. Nahezu jeder Mensch hatte beziehungsweise hat in seinem Alltag dazu einen Bezug.“ 500 Millionen Papierrezepte stellen deutsche Ärzte demnach im Jahr aus. Rund 73 Millionen Bürger seien gesetzlich krankenversichert und würden den „rosa Zettel“ kennen, betont Leyck Dieken. „Sie alle werden künftig stattdessen das E-Rezept für ihre apothekenpflichtigen Arzneimittel nutzen.“

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