FDP-Antrag: Apotheken-Insolvenzen unbedingt verhindern

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Berlin -

Die FDP fordert den Gesetzgeber auf, Insolvenzen von Apotheken in Folge der Pleite des Rechenzentrums AvP „unbedingt zu verhindern“. Dazu soll laut einem Antrag der Liberalen, der APOTHEKE ADHOC vorliegt, betroffenen Apotheken mit Überbrückungskrediten geholfen werden. Außerdem soll die Abrechnung künftig „insolvenzfest“ gemacht werden.

Laut FDP-Antrag soll der Bundestag die Bundesregierung auffordern, sich umgehend einen Überblick über die Auswirkungen der AvP-Insolvenz auf die finanzielle Situation der Apotheken zu verschaffen. Vor allem aber soll die Regierung „allein aufgrund der Insolvenz von AvP in eine die Existenz bedrohende Finanznot geratenen Apotheken durch eine zügige Auszahlung von Überbrückungskrediten der KfW finanziell unterstützen“.

Die dritte Forderung laut FDP-Antrag: Die Regierung soll prüfen, wie in Zukunft vermieden werden kann, dass Versichertengelder der Krankenkassen dem Insolvenzrisiko eines Abrechnungszentrums ausgesetzt werden. Und schließlich müsse sie sicherzustellen, „dass künftig Versichertengelder insolvenzfest die jeweils leistende Apotheke zuverlässig und zeitnah erreichen“.

Laut dem FDP-Antrag soll der Bundestag zunächst feststellen, dass durch die AvP Insolvenz „unzählige Apotheken, ohne eigenes Verschulden, in ihrer Existenz bedroht“ sind. Bis zu 3500 Apotheker, also etwa jede sechste Apotheke in Deutschland, habe im Durchschnitt einen finanziellen Schaden in Höhe von 120.000 Euro erlitten – im Einzelfall deutlich mehr.

Dann betonen die Liberalen die Bedeutung der Vor-Ort Apotheken und ihren Beitrag für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung – und zwar nicht nur in Pandemiezeiten. „Es ist daher im Interesse des Staates und seiner Bevölkerung, wenn der Bund den durch die Insolvenz von AvP betroffenen Apotheken unterstützend zur Seite steht“, heißt es im Antrag.

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