Erster DJ-Tag: So läuft es in den Apotheken

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Berlin -

Neue Änderungen gehen für Apotheken immer mit einer gewissen Sorge einher. Denn häufig bringen sie Probleme mit sich und sorgen für zusätzlichen Aufwand. Eine Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV) sieht ab diesem Monat zwingend eine Angabe der Dosierung oder ein Kürzel wie „DJ“ auf dem Rezept vor. Bisher scheinen die „DJ-Rezepte“ jedoch nicht so viele Probleme zu machen wie anfangs gedacht. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Seit gestern muss die Dosierung zwingend aufs Rezept. Alternativ kann auch das Kürzel „DJ“ aufgebracht werden, um zu signalisieren, dass die Dosierung beim Patienten bekannt ist. In einigen Apotheken waren bereits in den vergangenen Wochen erste „DJ-Rezepte“ eingetrudelt. Bei anderen Apotheken gab es jedoch im Vorfeld schon massive Probleme.

Ein Apotheker aus Bayern, der aufgrund der engen Zusammenarbeit mit den Ärzten in der Umgebung anonym bleiben wollte, berichtete beispielsweise, dass die Arztpraxen in der Umgebung noch gar nichts von der anstehenden Änderung wussten. Er befürchtete bereits das Schlimmste, wurde jedoch positiv überrascht: „Die Software wurde bei den umliegenden Ärzten offenbar am Freitag aktualisiert“, meint er. „Die scheinen das Problem erkannt zu haben.“ Bisher laufe es daher einigermaßen gut.

Ablauf größtenteils reibungslos

Auch andere Apotheken berichten über einen reibungslosen Ablauf. „Bisher war das Kürzel überall vorhanden“, erklärt eine PTA aus dem nordrheinwestfälischen Kerpen. „Wenn nicht, können wir es ja einfach ergänzen.“ Einige Apotheken haben sich sogar einen Stempel zugelegt, damit der entsprechende Vermerk nicht jedes Mal per Hand aufgebracht werden muss. Obwohl die meisten Arztpraxen mittlerweile scheinbar vorbereitet sind, gibt es auch Ausnahmen. „Das klappt vorne und hinten nicht. Wir telefonieren die Ärzte nun ab und erklären es. Ergänzen können wir ja glücklicherweise selbst“, meint eine PTA aus Eschweiler.

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