Hüffenhardt

DocMorris-Automat im Bürgermeister-Wahlkampf Lothar Klein, 12.01.2018 16:44 Uhr

Berlin - Über den Hüffenhardter Arzneimittelautomaten von DocMorris wird nicht nur vor den Gerichten gestritten. Jetzt spielt die Maschine auch im lokalen Wahlkampf womöglich eine entscheidende Rolle. Am Sonntag wird in der kleinen baden-württembergischen Gemeinde ein neuer Bürgermeister gewählt. Amtsinhaber Walter Neff muss um seinen Posten kämpfen. Denn Herausforder Armin Hagedorn von der Bürgerinitiative „Windkraft“ hat das Apothekenthema für sich entdeckt.

Seit Kurzem kursieren in Hüffenhardt Gerüchte und Spekulationen: Gab es vor dem Einstieg von DocMorris doch einen ernsthaften Interessenten für die Weiterführung der Apotheke? Herausforderer Hagedorn wirf Neff vor, dies durch seinen Pakt mit DocMorris verhindert zu haben.

Laut einem Bericht der Heilbronner Stimme hatte Neff bei einer Wahlkampfveranstaltung seine frühere Aussage zum Apotheken-Dilemma bekräftigt: „Aber leider gab es keinen Bewerber, der die Räumlichkeiten nutzen wollte.“ Im Anschluss habe sich der Hüffenhardter Bürger Alexander Artner an die Zeitung mit einer neuen, bislang unbekannten Version gewendet: Nach seinen Angaben habe er mit Bürgermeister Neff über die Übernahme der Apothekenräume gesprochen. Artners Vater, der eine Apotheke in Heilbronn führen soll, habe in Hüffenhardt eine Filiale betreiben wollen. Artner betonte gegenüber der Zeitung, er habe Neff gesagt, dass man die Apotheke übernehmen würde.

Als Voraussetzung habe Artner von Neff den politischen Willen für eine Kooperation mit dem Wohn- und Pflegezentrum in Hüffenhardt eingefordert. Nur mit diesem Abnehmer wäre es möglich, die Apotheke mit einer schwarzen Null zu führen, so die Zeitung. Diesen politischen Willen habe es aber nicht gegeb

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