Brüssel will sicherere Medizinprodukte

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Brüssel zieht Konsequenzen aus dem Skandal um fehlerhafte Billig-Brustimplantate aus Frankreich. Für Medizinprodukte soll es künftig höhere Sicherheitsstandards und bessere Kontrollen geben. Entsprechende Vorschläge hat EU-Gesundheitskommissar John Dalli vorgestellt. Die Gesetze zur Zulassung von Medizinprodukten gelten als veraltet, sie stammen teilweise aus den 1990er Jahren.

Betroffen sind zum Beispiel auch Schwangerschaftstests, Pflaster oder Hüftprothesen. „Erst vor ein paar Monaten hat uns alle der skandalöse Betrug mit den Brustimplantaten schockiert“, sagte Dalli. „Als politische Entscheidungsträger müssen wir alles tun, was in unserer Macht steht, damit so etwas nie wieder geschieht.“

Die französische Firma Poly Implant Prothèse (PIP) hatte im vergangenen Winter für Aufsehen gesorgt, als bekannt wurde, dass sie für Implantate billigeres Industrie-Silikon verwendet hatte. Danach machte Gesundheitskommissar Dalli Vorschläge zur Verschärfung der Vorschriften.

 

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