BMG: Vorräte in Praxen und Apotheken

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Bestmöglicher Schutz: Das BMG bleibt bei seiner Haltung, dass es genügend Grippeimpfstoff gibt.

Derweil wirbt das BMG selbst in den Innenstädten für die Impfung: Gegen Corona gebe es noch keinen Impfstoff, gegen Grippe schon, heißt es auf zahlreichen Plakaten verbunden mit der Aufforderung, sich gegen Influenza impfen zu lassen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich kürzlich zur Verteilung des Grippeimpfstoffs geäußert und deutlich gemacht, dass die vorab vereinbarten Impfstoffmengen nicht zeitgleich, sondern nur in Teilmengen bereitgestellt würden. Die Apotheken sollen die teilweise bereits vorbestellte Ware ab Mitte November über die regulären Vertriebswege erhalten. Den Gesundheitsämtern wurde KW 47 genannt – wie sie an die Ware kommen, wurde ihnen noch nicht mitgeteilt.

Spahn hatte eingeräumt, dass es für den hochdosierten Impfstoff Fluzone (Sanofi-Aventis) für Menschen ab 65 Jahren noch kein Konzept gibt. Hier hat der Bund 500.000 Dosen bestellt. „Wir müssen noch den richtigen Weg finden, wie wir diesen zur Zielgruppe bringen.“

Derweil steuert Frankreich in Sachen Grippeimpfung ürbigens auf den schlimmsten Fall zu. Wie das Handelsblatt berichtet, hat Gesundheitsminister Olivier Véran nur 13 Millionen Einheiten bestellt – so viel, wie in den vergangenen Jahren bestellt wurde. Im April wurde diese Menge demnach noch einmal bestätigt. Auf Nachfrage hätten weder das Gesundheitsministerium noch die angeschlossenen Behörden Stellung genommen, so das Handelsblatt.

Stattdessen werden im Beitrag eine Ärztin sowie zwei Apotheker zitiert, die innerhalb kürzester Zeit ausverkauft waren und sich über die Kommunikation des Ministeriums ärgern: Erst seien ihnen empfohlen worden, den Impfstoff an alle zu verkaufen, die ihn haben wollen, und nicht nur an die älteren Menschen. Dann sei das Ministerium umgeschwenkt und habe die Apotheken angewiesen, die Impfung vorzugsweise an ältere Menschen abzugeben.

 

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