BMG: E-Rezept so schnell es geht

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Patientenfreundlicher gestalten will das BMG auch die Beipackzettel. Es sei notwendig, den Verbrauchern bessere Informationen zu Arzneimitteln bereit zu stellen. Gemeinsam mit Herstellern, Apothekerverbänden und Patientenorganisationen und Zulassungsbehörden werde ein Konzept für eine digitale Gebrauchsinformation erarbeitet. Ziel sei, die behördlich genehmigten Texte der Beipackzettel lesbar, nutzerfreundlich und werbefrei nach Schlagworten durchsuchbar und aktuell zur verfügung zu stellen.

Müller bekräftigte, dass das BMG derzeit in „intensivem Austausch mit den Apothekern“ ein Gesetzespaket zum Arzneimittelmarkt vorbereite. Eine Rolle darin spielen werde auch das Thema Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS). Durch unerwünschte Arzneimittelereignisse entstünden in Deutschland jährlich Behandlungskosten bis zu 1,2 Milliarden Euro. Auch das von Apothekern und Ärzten in Thüringen und Sachsen initiierte AMTS-Projekt ARMIN kann laut Müller beim Ausbau der AMTS eine Rolle spielen. Im BMG sein man von ARMIN „beeindruckt“, sagte Müller. Derzeit überlege man, „bestimmte Anteile oder Prozesse“ zu honorieren, um Anreize für die schnellere Verbreitung von ARMIN zu setzen.

In zwei bis drei Wochen soll Müller zufolge die seit langem erwartete Verordnung zur Durchführung des Arztinformationssystems (AIS) veröffentlicht werden. Darauf warten die Beteiligten bereits seit über einem Jahr. Im AIS sollen den Ärzten die Informationen aus der Nutzenbewertung von neuen Arzneimittel aufbereitet werden. Ziel ist es, neue Arzneimittel rascher in die Verordnung zu bringen.

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