BMG: E-Rezept so schnell es geht

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Berlin -

„Schneller“ als von der ABDA geplant und „so schnell es geht“ will das Bundesgesundheitsministerium (BMG) das elektronische Rezept einführen. Dies bekräftigte Thomas Müller, für Arzneimittel und Apotheken zu ständiger Abteilungsleiter im BMG. Das E-Rezept sei ein „ganz wichtiger Baustein“ für das elektronische Medikationsmanagement, sagte Müller beim Deutschen Kongress für Patientensicherheit. Ab 2020 sollen E-Rezepte angeboten werden können.

Bis Ende 2019 werde das BMG dazu im Rahmen des 2. eHealth-Gesetzes die Rahmenbedingungen festlegen, „damit das E-Rezept funktioniert“. Mit dem E-Rezept sollen Innovationen in der telemedizinischen Behandlung ermöglicht und auch Verfahren unterstützt werden, die keinen persönlichen Arztbesuch voraussetzen. „Wir haben einen entschiedenen Minister, der das voranbringen will“, sagte Müller. Die Digitalisierung schaffe die Voraussetzung zur Verbesserung vieler Prozesse im Gesundheitswesen.

Damit muss sich die ABDA auf Wettbewerb um das E-Rezept einstellen. Mit ihrem eigenen E-Rezept will die ABDA Mitte 2020 bundesweit am Markt sein. Zuvor soll es ab Ende 2019 eine regionale Pilotphase geben, heißt es in der „Projektskizze zur Umsetzung einer elektronischen Muster 16-Verordnung“, die die ABDA im Sommer an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geschickt hatte.

Herzstück des „ABDA-E-Rezepts“ soll eine eigne eVerordnungsplattform werden, über die alle E-Rezepte laufen sollen. Schon auf dem Deutschen Apothekertag (DAT) hatte Spahn mit Bezug auf die ABDA-Pläne gesagt, das E-Rezept es werde nicht ganz so kommen, wie sich die ABDA das vorstelle.

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