BAK: Hygieneregeln für Apotheken festlegen

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Berlin - Alle Geschäfte, die jetzt in Folge der Anti-Corona-Maßnahmen der Bundesregierung geöffnet bleiben, müssen strenge Hygiene-Vorschriften beachten. So hat es Bundeskanzlerin Angela Merkel angekündigt. Das gilt auch für Apotheken. In Berlin wurde jetzt ein Supermarkt vorübergehend von der Polizei geschlossen, weil die Abstandregeln nicht eingehalten wurden. Was also müssen Apotheken beachten, damit so etwas nicht passiert?

Laut einer ABDA-Sprecherin gelten für Apotheken nach wie vor die von der Bundesapothekerkammer (BAK) in einen Katalog entwickelten Empfehlungen zum Schutz der Mitarbeiter und Kunden. Jeder Apothekeninhaber oder -leiter muss demzufolge aufgrund der lokalen Situation die geeigneten Maßnahmen anordnen. In der Übersicht der BAK mit dem Titel: „Empfehlungen der Bundesapothekerkammer zu Arbeitsschutzmaßnahmen bei Tätigkeiten mit Biostoffen – Tätigkeiten in der Apotheke während einer Covid-19-Pandemie“ wird unter anderem das Aufstellen von Plexisglas-Schutzwänden, die Verwendung von Einmalschutzkleidung und ein Arbeitsverbot für Schwangere, Stillende und Jugendliche empfohlen. Die Empfehlungen basieren auf der Einstufung des Coronavirus als Biostoff in der Risikogruppe 3.

Laut BAK-Empfehlung haben beispielsweise Apothekenmitarbeiter mit Krankheitszeichen wie Fieber, Husten und/oder Atemnot, Schüttelfrost ihre Tätigkeit abzubrechen und müssen die Symptome ärztlich abklären lassen. Die Zahl der Mitarbeiter in der Offizin soll grundsätzlich auf die notwendige Zahl beschränkt werden. Zu den räumlichen Abstandsregeln teilt die BAK folgendes mit: „Räumlichen Abstand zwischen Mitarbeitern und Patienten wahren; gegebenenfalls einfache Barrieren auf Gesicht- oder Körperhöhe, zum Beispiel Plexiglasscheiben, sofern die räumlichen Gegebenheiten das zulassen.“ Die BAK empfiehlt zudem, nur eine begrenzte Anzahl Patienten gleichzeitig in die Offizin zu lassen. Die Bundesregierung hat jetzt eine Abstandsregel von 1,5 bis 2 Meter vorgegeben. Diese sollte auch in der Offizin eingehalten werden.

Außerdem sollen die Apothekenleiter laut BAK die allgemeinen Maßnahmen zur Hygiene und zum Arbeitsschutz beachten und Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen sowie Hautschutz- und Händehygienemaßnahmen festlegen. Die Mitarbeiter sollten geeignete Arbeitskittel und Mund-Nasen-Schutz tragen. Der Arbeitgeber müsse die vom ABAS ermittelten Regeln und Erkenntnisse berücksichtigen oder gleichwertige Schutzmaßnahmen treffen, so die BAK in ihrem Leitfaden.

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