BAK empfiehlt Plexiglas-Schutzwände in Apotheken

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Berlin - Mit Blick auf die Herausforderungen der Corona-Pandemie im Apothekenalltag hat die Bundesapothekerkammer (BAK) einen Katalog mit Hinweisen zum Schutz der Mitarbeiter veröffentlicht. Titel: „Empfehlungen der Bundesapothekerkammer zu Arbeitsschutzmaßnahmen bei Tätigkeiten mit Biostoffen – Tätigkeiten in der Apotheke während einer Covid-19-Pandemie“. Unter anderem empfiehlt die BAK das Aufstellen von Plexisglas-Schutzwänden, die Verwendung von Einmalschutzkleidung und ein Arbeitsverbot für Schwangere, Stillende und Jugendliche. Das Coronavirus wird als Biostoff in die Risikogruppe 3 eingestuft.

Laut BAK stuft der Ausschuss für Biologische Arbeitsstoffe (ABAS) das Coronavirus als „Biostoff“ ein: „Das neuartige Coronavirus ‒ nachfolgend Sars-CoV-2 genannt – ist gemäß § 2 Biostoffverordnung (BioStoffV) ein Biostoff“ – und zwar der Risikogruppe 3. Entsprechend Einstufung des Sars-CoV-2-Virus in Risikogruppe 3 müsse der Apothekeninhaber daher eine Entscheidung über ein Beschäftigungsverbot für Schwangere und Stillende gemäß Mutterschutzgesetz (MuSchG) sowie für Jugendliche gemäß Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) treffen.

Laut BAK-Empfehlung haben Apothekenmitarbeiter mit Krankheitszeichen wie Fieber, Husten und/oder Atemnot, Schüttelfrost ihre Tätigkeit abzubrechen und müssen die Symptome ärztlich abklären zu lassen. Die Zahl der Mitarbeiter in der Offizin solle auf die notwendige Zahl beschränkt werden. Zu den räumlichen Abstandsregeln teilt die BAK folgendes mit: „Räumlichen Abstand zwischen Mitarbeitern und Patienten wahren; gegebenenfalls einfache Barrieren auf Gesicht- oder Körperhöhe, zum Beispiel Plexiglasscheiben, sofern die räumlichen Gegebenheiten das zulassen.“ Die BAK empfiehlt zudem, nur eine begrenzte Anzahl Patienten gleichzeitig in die Offizin zu lassen.

Außerdem sollen die Apothekenleiter die allgemeinen Maßnahmen zur Hygiene und zum Arbeitsschutz beachten und Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen sowie Hautschutz- und Händehygienemaßnahmen festlegen. Die Mitarbeiter sollten geeignete Arbeitskittel und Mund-Nasen-Schutz tragen. Der Arbeitgeber müsse die vom ABAS ermittelten Regeln und Erkenntnisse berücksichtigen oder gleichwertige Schutzmaßnahmen treffen, so die BAK in ihrem Leitfaden.

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