„Apotheker haben zu wenig Widerstand geleistet“

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Die Rabattverträge würden völlig intransparent ausgehandelt, ohne jegliche Beteiligung der Apothekerschaft, findet sie. „Ich frage mich, in welchem Interesse wird da gehandelt? Nicht im Interesse der Apotheker und nicht im Interesse der Patienten“, sagt Gabelmann. „Wenn Mitarbeiter schon bei einem Rezept, das eine bestimmte Höhe überschreitet, zu zittern anfangen, dann läuft etwas grundlegend schief.“

Eine Begegnung mit einem Apotheker untermauert ihre These: „Er erzählte mir, dass er eine Retaxation von 1500 Euro verkraften musste, weil seine Mitarbeiterin vergessen hatte, auf dem Rezept anzugeben, dass ein bestimmtes Zytostatikum von der im Rabattvertrag vorgesehen Herstellerfirma nicht lieferbar war.“ Alle Interventionen bei der Krankenkasse seien ohne Erfolg geblieben.

Auch die Versorgung mit Pflegemitteln habe sich rapide verschlechtert. „Ich muss sie so ausführen wie vorgegeben, selbst wenn es bedeutet, dass ich Windelhosen aus so schlechtem Material ausgeben muss, dass sie nach kurzer Zeit durchnässt sind.“

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