Abda lobt Spahns Eilverordnung

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Berlin - Gestern hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn per Eil-Verordnung ein Honorar von fünf Euro für den Botendienst festgesetzt. Außerdem sollen Apotheken bei Lieferengpässen von der Packungsgröße oder Wirkstärke eines Medikamentes abweichen oder es nach Rücksprache mit dem Arzt gegen ein ähnliches (aut simile) austauschen können. Die Abda begrüßt in einer ersten Reaktion die Corona-Neuregelungen.

Bis heute 24 Uhr sind die Verbände des Gesundheitswesens vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) aufgefordert, Stellungnahmen zur aktuellen Corona-Arzneimittelversorgungsverordnung abzugeben. Die Abda wird darin ihre Positionen ausführlich darlegen. In einer ersten Kurz-Stellungnahme begrüßt Abda-Präsident Friedemann Schmidt die geplanten Erleichterungen.

„Die Apotheken stehen im Kampf gegen das Coronavirus mit an der Front und können jetzt effektiver handeln. Die Regelungen entsprechen weitestgehend unseren Vorschlägen für die Absicherung der Versorgung. Das ist gut“, so Schmidt zum Verordnungsentwurf des BMG: „Die neue Verordnung erlaubt es, die Zahl der Patientenkontakte in der Apotheke zu verringern und Risikogruppen zu schützen. Die zusätzlichen Spielräume bei der Arzneimittelabgabe verhindern, dass Patienten bei einem Lieferengpass nochmal in die Apotheke kommen müssen, und die aufsuchende Betreuung über den Botendienst hilft gerade besonders gefährdeten älteren Menschen und chronisch Kranken, Wege und Infektionsrisiken zu vermeiden.“

Mit der Verordnung ist Spahn den Abda-Wünschen weitgehend entgegengekommen. Das von der AOK-Baden-Württemberg auf freiwilliger Basis gezahlte Botendiensthonorar von zwei Euro hatte Schmidt als zu gering eingestuft. „Eigentlich brauchen wir hier eine einheitliche, verbindliche Lösung“, hatte Schmidt als Reaktion darauf erklärt. Denkbar sei auch eine Anordnung des Botendienstes. „Deswegen brauchen wir eine ordentliche Vergütung.”

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