BVDAK fordert mehr Geld für Schutzausrüstung in Apotheken

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Berlin - Der Bundesverband der Apothekenkooperationen (BVDAK) fordert eine dauerhafte finanzielle Unterstützung der Apotheken durch die Bundesregierung bei der Beschaffung von Schutzausrüstung in Apotheken. Die bisherigen Schritte begrüßt er, sieht sie jedoch auf Dauer als nicht ausreichend. Statt einer Einmalzahlung von 250 Euro sollen finanzielle Erleichterungen durch eine Änderung der Arzneimittelpreisverordnung oder das Aussetzen des Kassenabschlags erreicht werden. Außerdem sollen die Rabattverträge über die Dauer der Coronakrise hinaus ausgesetzt bleiben.

Der BVDAK begrüßt in seiner Stellungnahme zur Sars-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung die Reaktion der Politik auf die problematischen Arbeitsabläufe und Kostenentwicklungen der Vor-Ort-Apotheken. Das gelte zu allererst für die gelockerte Abgabe von Rabattarzneimitteln. Nicht nur werde dadurch die Zahl der Apothekenbesuche reduziert, „sondern auch ganz deutlich, wie bisher auf dem Rücken von Patienten und Apothekenteams die verfehlten Vorschriften zum Austausch von Rabattarzneimitteln gewirkt hätten“, so der Verband.

„Wir erwarten, dass nach der Krise die nun geltende Praxis beibehalten wird und endlich die Lieferkettenprobleme mittelfristig durch eine sichere inländische Produktion beseitigt werden“, fordert der BVDAK-Vorsitzende Dr. Stefan Hartmann. „Rabattverträge sind hauptursächlich für die Lieferprobleme.“

Ausdrücklich begrüßt der BVDAK die Vergütung für den Botendienst. Der Zuschlag in Höhe von 5 Euro netto decke zwar die tatsächlichen Kosten nicht, da hierfür stets Personal der Apotheke einzusetzen sei. Gleichwohl gehe der BVDAK aber davon aus, dass dies einen angemessenen Beitrag zum Schutz der Risikogruppen von Seiten der gesetzlichen Krankenversicherung darstellt. Es werde damit deutlich, dass der Botendienst als Teil eines hochqualifizierten Angebots der stationären Apotheken verstanden werden müsse.

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