Jahresausblick

2018: Ab Januar kommt der Kassenkontrolleur Lothar Klein, 28.12.2017 10:04 Uhr

Berlin - Die politischen Aussichten für das Jahr 2018 sind für die Apotheker mehr als unsicher. In welche Richtung sich die Diskussion über das Apothekenhonorar entwickelt, lässt sich ebenso wenig abschätzen wie die Aussichten für das herbeigesehnte Rx-Versandverbot. Erst nach Bildung einer neuen Regierung wird sich der Nebel lichten. Trotzdem gibt es einige gesetzliche Änderungen, die ab Januar 2018 greifen: Im neuen Jahr können beispielsweise Finanzbeamte unangemeldet die Apothekenkassen kontrollieren.

Die Neuregelung zur Kassennachschau wurde durch das „Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen“ eingeführt. Die Regelung reiht sich ein in eine ganze Reihe von neuen Vorschriften ein, die Betrug und Manipulationen an elektronischen Kassensystemen erschweren sollen. Diese Regeln gelten für Kalenderjahre nach dem 31.12.2019. Die Regelungen der Kassennachschau sind jedoch bereits ab dem 1. Januar 2018 anwendbar. Zulässig ist an Januar eine Kassennachschau zur Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Aufzeichnungen und Buchungen von Kasseneinnahmen und Kassenausgaben. Hierzu zählt auch die Überprüfung des ordnungsgemäßen Einsatzes der Kassen im Geschäftsbetrieb. Die Prüfung kann jeder Zeit unangemeldet erfolgen.

Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihen von Änderungen:

SOZIALVERSICHERUNG: Die Bemessungsgrenze, bis zu der Beiträge auf Arbeitsentgelt oder Rente zu zahlen sind, steigt bei der Rentenversicherung auf monatlich 6500 Euro in Westdeutschland sowie auf 5800 Euro im Osten. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung steigt die bundesweit einheitliche Beitragsbemessungsgrenze auf 4425 Euro pro Monat. Die Pflicht zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung gilt ab 2018 bis zu einem monatlichen Einkommen von 4950 Euro.

ZUSATZBEITRAG: Der vom BMG festgesetzte durchschnittliche Zusatzbeitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für das Jahr 2018 wird auf 1,0 Prozent (2017: 1,1 Prozent) abgesenkt. Seine Höhe wird jährlich aus der Differenz der vom Schätzerkreis prognostizierten Einnahmen und Ausgaben der GKV im kommenden Jahr errechnet. Wie hoch der individuelle Zusatzbeitragssatz einer Krankenkasse für ihre Mitglieder tatsächlich ausfällt, legt die jeweilige Krankenkasse selbst fest. Erhöht eine Krankenkasse ihren kassenindividuellen Zusatzbeitrag, haben die Mitglieder ein Sonderkündigungsrecht und können in eine andere Krankenkasse wechseln. Eine Übersicht über die jeweils aktuelle Höhe der kassenindividuellen Zusatzbeiträge ist auf der Seite des GKV-Spitzenverbandes abrufb

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