Vitamin D gegen Corona: Was ist dran?

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Berlin - In den Medien ist es oft nur noch als „das Sonnenvitamin“ bekannt, die Bedeutung einer ausreichenden Versorgung ist mittlerweile auch in der breiten Bevölkerung angekommen. Vitamin D hat in den vergangenen Jahren zunehmend an Relevanz gewonnen und ist auch im Zuge der Corona-Pandemie wieder verstärkt in den Fokus gerückt. Dennoch gibt es teilweise große Wissenslücken. Professor Dr. Stefan Pilz, Endokrinologe an der Universität Graz, will Klarheit in die Vitamin-D-Informationsflut bringen.

Es ist in Werbung, Zeitschriften und den sozialen Medien zu finden und gehört zu den „Vitamin-Klassikern“ der Apotheke: Vitamin D ist – vor allem während der dunklen Jahreszeit – in aller Munde. Doch wie vielen Menschen mittlerweile bekannt ist, handelt es sich beim Vitamin D gar nicht um ein Vitamin im klassischen Sinne. Es sei wichtig, dass das auch in der breiten Bevölkerung ankomme, findet Pilz. „Es ist vergleichbar mit Geschlechts- oder Schilddrüsenhormonen – das Verständnis eines Mangels ist dann ein ganz anderes.“

Vitamin D-Beratung gehört in die Apotheke

Denn eine ausreichende Versorgung ist wichtig, da es in viele Bereiche des Körpers eingreift. Die Umwandlung im Körper ist sehr komplex. „Vereinfacht kann man sagen, dass der Körper es in zwei Schritten aktiviert.“ Die Rezeptoren finden sich dann überall im Organismus. Auch beim Immunsystem spiele es eine wichtige Rolle, da es modulierend und regulierend wirke. Deshalb werde es beispielsweise auch bei Autoimmunerkrankungen erforscht. Doch bei Dosierung und Darreichungsform gibt es verschiedene Möglichkeiten – auch in den Drogerie-Regalen. Grundsätzlich gehöre die Beratung zu Vitamin D daher in die Apotheke, findet Pilz. Dies sei vor allem bei hochdosierten Präparaten der Fall. „Eine ausführliche Beratung ist da immer gut.“ Und diese kann sehr individuell ausfallen.

Ein Blick in die Schublade zeigt unter anderem Stärken mit 500, 1000, 2000 und 4000 I.E., hinzu kommen verschiedene Darreichungsformen als Tablette, Kapsel, Tropfen oder Spray. Was also wem empfehlen? Pilz schafft Klarheit: Präparate mit einer Dosierung von 800 bis 1000 I.E könnten in der Apotheke grundsätzlich jedem empfohlen werden – auch wenn zuvor kein Vitamin-D-Spiegel bestimmt wurde.

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