Projekt INA: Arzneimittelallergien leichter nachweisen

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Berlin -

Arzneimittelallergien können sofort oder zeitverzögert auftreten. Am häufigsten kommt es zu Symptomen an der Haut. Schwerere Reaktionen können auch den Gesamtorganismus betreffen und zu einem anaphylaktischen Schock führen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) setzt sich mit dem Projekt INA (In-Vitro-Nachweis Arzneimittelallergie) das Ziel, eine bereits bestehende Methode so weiter zu entwickeln, dass sie für viele Arzneimittel und verschiedene Allergieformen routinemäßig eingesetzt werden kann.

Forschungsprojekt

Am BfArM wird derzeit an einem verbesserten Nachweis von Arzneimittelallergien geforscht. Aktuelle diagnostische Möglichkeiten sind begrenzt und aufwendig. Nicht selten sind die Ergebnisse nicht aussagekräftig. Das BfArM forscht gemeinsam mit der Klinik für Dermatologie und Allergologie der Uniklinik RWTH Aachen, der Firma Life & Brain aus Bonn sowie dem Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften (ISAS) mit Sitz in Dortmund nach neuen Optionen.

Ziel sind verbesserte Diagnosemethoden

Neben der Verbesserung der Diagnosemethoden liegt auch die Erhöhung der Patientensicherheit im Fokus des Projektes. INA setzt sich als Ziel, eine bereits bestehende In-Vitro-Methode so weiter zu entwickeln, dass sie für viele Arzneimittel und verschiedene Allergieformen geeignet ist. Das Forscherteam möchte eine Methode entwickeln, die sich für den Routineeinsatz im Alltag eignet.

Vorgehen

Die Zielzellen von Allergikern sollen mit dem betreffenden Arzneimittel in Kultur gebracht werden. Darauf folgt die Analyse der differenziellen Gen- und Proteinexpression. Die Forscher richten ihr Augenmerk darauf, welche Gene an der Reaktion beteiligt sind und welche Biomoleküle gebildet werden. Durch diese Analyse soll gezeigt werden, ob die Zellen auf das betreffende Arzneimittel im Sinne einer allergischen Reaktion ansprechen.

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