Novartis: Zulassung für Gentherapie beantragt

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Berlin -

Maßgeschneiderte Therapie: Körpereigene T-Zellen der Patienten werden individuell so konstruiert, dass diese Krebszellen suchen und zerstören. Die chimäre Antigenrezeptor (CAR)-T-Zelltherapie wird für jeden Patienten angefertigt. Novartis hat für CTL019 (Tisagenlecleucel) bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) die Zulassung für zwei Indikationen beantragt.

Tisagenlecleucel ist in den USA als erste Gentherapie bereits seit August unter dem Namen Kymriah für die Behandlung einer B-Zell akuten lymphatischen Leukämie (ALL) auf dem Markt. Nun soll das Arzneimittel auch in Europa eine Zulassung erhalten. Novartis hat bei der EMA eine Zulassung sowohl für Behandlung der ALL bei Kindern und jungen Erwachsenen als auch des diffusen großzelligen B-Zell-Lymphoms (DLBCL) bei Erwachsenen beantragt.

ALL und DLBLC sind bestimmte Arten von Non-Hodgkin-Lymphomen (NHL). Das DLBCL ist mit drei von fünf Fällen das häufigste aggressive NHL. In den USA erkranken jährlich etwa 7500 Patienten an refraktärem DLBCL, die für eine CAR-T-Therapie in Frage kommen.

Tisagenlecleucel ist eine auf den einzelnen Patienten maßgeschneiderte Therapie. T-Zellen des Patienten werden zunächst gesammelt und dann mittels Gentechnik so modifiziert, das diese ein neues Gen enthalten, das Lymphomzellen angreift und tötet. Nach der Modifizierung wird die individuelle CD19-gesteuerte, genetisch modifizierte autologe T-Zell-Immuntherapie den Betroffenen verabreicht.

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