Brustkrebs

Novartis: Überlebensvorteil durch Kisqali dpa/APOTHEKE ADHOC, 13.06.2019 14:37 Uhr

Berlin - Der schweizerische Pharmakonzern Novartis hat neue Daten zum Krebsmittel Kisqali (Ribociclib) im „The New England Journal of Medicine“ veröffentlicht: Demnach lag die Überlebensrate bei Frauen mit einer bestimmten Form von Brustkrebs, die eine Kisqali-Kombinationstherapie erhielten, bei gut 70 Prozent.

Im April hatte das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) eine Nutzenbewertung für Ribociclib durchgeführt: In der Gesamtschau sei ein Zusatznutzen nicht belegt, hieß es damals. Zwar konnten die Experten dem Arzneistoff Überlebensvorteile zusprechen, allerdings sind auf der anderen Seite auch schwere Nebenwirkungen möglich, urteilte das IQWiG vor einigen Monaten. Die neuen Daten zeigen erneut eine Überlebensrate von gut 70 Prozent, bei Frauen mit einer bestimmten Form von Brustkrebs, die eine Kisqali-Kombinationstherapie erhielten. Den Angaben zufolge ist Kisqali der einzige CDK4/6-Inhibitor, der ein überlegenes Gesamtüberleben bei fortgeschrittenem Brustkrebs zeigt.

In der durchgeführten Studie wurden prä- und perimenopausale Frauen behandelt, die an fortgeschrittenem oder metastasierendem HR+/HER2- Brustkrebs leiden. Kisqali wurde dabei als Erstbehandlung mit einer Antihormontherapie kombiniert. Dabei wurde die Wirksamkeit mit einer reinen Antihormontherapie verglichen. Laut Mitteilung sind die Daten als statistisch signifikant einzustufen.

Kisqali ist bereits in mehr als 75 Ländern zur Behandlung von Frauen in verschiedenen Stadien der Menopause zugelassen, die an fortgeschrittenem oder metastasierendem HR+/HER2- Brustkrebs leiden. Der Wirkstoff Ribociclib ist ein Inhibitor der Proteinkinase und hemmt selektiv die Cyclin-abhängigen Kinasen (CDK) 4 und 6, die zu einer zellulären Proliferation führen. Kisqali war der erste in Europa genehmigte CDK4/6-Inhibitor, der auf einer First-Line-Phase-III-Studie basiert, die ihren primären Endpunkt des progressionsfreien Überlebens erreichte.

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