Brustkrebs: Zulassung für Kisqali

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Berlin -

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen – etwa drei von fünf Betroffene sind bei Diagnose jünger als 55 Jahre. Mit der Zulassung von Kisqali steht nun eine weitere Behandlungsoption für einige postmenopausale Frauen zur Verfügung.

Kisqali (Ribociclib, Novartis) ist zur Erstlinientherapie von lokal fortgeschrittenem oder metastasierendem Brustkrebs bei postmenopausalen Frauen mit Hormonrezeptor (HR) positivem, menschlichen epidermalen Wachstumsfaktor Rezeptor 2 (HER2) zugelassen. Das Arzneimittel wird in Kombination mit einem Aromatasehemmer verabreicht.

Ribociclib ist ein Inhibitor der Proteinkinase und hemmt selektiv die Cyclin-abhängigen Kinasen (CDK) 4 und 6, die zu einer zellulären Proliferation führen. Mit der Zulassung ist Kisqali der erste in Europa genehmigte CDK4/6-Inhibitor, der auf einer First-Line-Phase-III-Studie basiert, die ihren primären Endpunkt des progressionsfreien Überlebens erreichte.

Das positive Votum ist auf die Ergebnisse der Phase-III-Studie Monaleesa-2 mit weltweit 668 Probandinnen zurückzuführen. Ribociclib konnte in Kombination mit Letrozol das Risiko für eine Krankheitsprogression oder Tod um 44 Prozent im Vergleich zur Letrozol-Monotherapie vermindern. Das mediane progressionsfreie Überleben betrug nach einem Jahr etwa 25 Monate im Vergleich zur Monotherapie mit 16 Monaten.

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