L-Thyroxin

Aufzahlung kennt kein Aut-idem

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Mindestens 20 Prozent der Verordnungen und der Packungen einer Festbetragsgruppe müssen ohne Aufzahlungen für die Versicherten zur Verfügung stehen. Außerdem soll der höchste Abgabepreis des unteren Preisdrittels nicht überschritten werden – genauso wie eine hinreichende Versorgung mit Präparaten ohne Zuzahlung – also mit Preisen 30 Prozent unter Festbetrag – gewährleistet werden soll.

Substitutionsausschlüsse werden bei der Festbetragsbildung nicht berücksichtigt; entsprechend dürfte mit einer Anpassung nach oben auf absehbare Zeit nicht zu rechnen sein. Zwar hält sich die Höhe der Aufzahlungen noch in Grenzen, da der Preisunterschied derzeit maximal bei 62 Cent liegt. Auch Preiserhöhungen hat es bislang nicht gegeben.

Doch die Situation könnte sich zuspitzen: Zum 1. Juli wurden auch die Festbeträge für die Kombination mit Jod angepasst. Auch diesmal sind die Originalhersteller nicht mitgezogen. Der hohe Aufwand für eine konstante Qualitätssicherung bei der Herstellung von Schilddrüsenhormonen erlaube keine weitere Preissenkung, hieß es von Merck. Man nicht in der Lage, weitere Kostenreduktionen zu kompensieren, ohne die Qualität zu gefährden, kommentierte auch Sanofi. Immerhin seien Schilddrüsenhormone in der Herstellung und der Qualitätssicherung anspruchsvoll und komplex.

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