Impfung gegen Alzheimer in Sicht?

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Berlin - Das Biotech-Unternehmen Axon Neuroscience hat neue Ergebnisse der Phase-II-Studie für „AADvac1“ bekanntgegeben, den ersten Impfstoff seiner Klasse, der das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit verlangsamen soll. Aufgrund der vielversprechenden Ergebnisse plant Axon nun die bevorstehende klinische Entwicklung mit einem geeigneten Partner.

Die Phase-II-Studie „Adamant“ ist eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie bei leichter Alzheimer-Krankheit. Das primäre Ziel war die Sicherheit, sekundäre Ziele waren die Bewertung der Immunogenität und die Wirksamkeit anhand klinischer Ergebnisse und wichtiger Biomarker. Axon untersuchte AADvac1 an 196 Patienten in acht europäischen Ländern über einen Zeitraum von 24 Monaten, um die krankheitsmodifizierende Wirkung des Impfstoffs zu belegen und die Gestaltung zukünftiger Bestätigungsstudien zu unterstützen.

Ergebnisse der Studie zeigen, dass AADvac1 sich als sicher und gut verträglich erwiesen hat: Es gab keine Unterschiede in der Häufigkeit und Art von unerwünschten Ereignissen zwischen den mit dem Impfstoff behandelten Gruppen und den Placebo-Gruppen. Bereits in früheren klinischen Studien wurde das allgemeine gute Sicherheitsprofil von AADvac1 nachgewiesen.

Der Impfstoff nutzt das Immunsystem des Körpers, um spezifische Antikörper gegen „ungesundes Tau“ zu produzieren. In der Phase-II-Studie erwies sich die Behandlung als hochwirksam bei der Induktion einer Immunantwort: 98,2 Prozent der Patienten erzeugten Antikörper gegen pathologisches Tau. Tau-Proteine spielen eine wichtige Rolle für die gesunde, normale Funktion eines Gehirns. Alzheimer beginnt, wenn normale Tau-Proteine durch Trunkation pathologisch werden: Struktur und Funktion werden verändert. Die ungesunden Tau-Proteine binden sich aneinander und es entstehen Verklumpungen, die sich im Gehirn ausbreiten und die Krankheit verursachen. Die Verteilung dieser Klumpen zeigt eine starke Korrelation mit klinischen Symptomen bei Patienten.

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