Gesundheitsreport

Hormonersatztherapie in den Wechseljahren APOTHEKE ADHOC, 23.07.2018 14:39 Uhr

Berlin - Hormonfrei durch die Wechseljahre: Laut aktuellem Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse ist die Zahl der Frauen, die aufgrund von Wechseljahresbeschwerden mit einer Hormonersatztherapie behandelt werden, so gering wie noch nie.

Für Frauen beginnt ab dem 50. Lebensjahr – plus/minus fünf Jahren – mit den Wechseljahren eine neue Lebensphase. Das hormonelle Gleichgewicht verschiebt sich, Hitzewallungen, Schweißausbrüche oder Stimmungsschwankungen können die Folgen sein. Eine Hormonersatztherapie soll die Beschwerden lindern.

Laut TK greifen jedoch immer weniger erwerbstätige Frauen zwischen 45 und 65 zu Hormonpräparaten. Deren Anteil sank im Jahr 2017 auf einen neuen Tiefstand von 6,6 Prozent – nur jede 15. Frau hat demnach von ihrem Arzt im Rahmen der Wechseljahre ein Hormonpräparat verordnet bekommen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl von 6,7 Prozent nur geringfügig.

Deutlicher zeigt sich der Rückgang der Verordnungen im Vergleich zum Jahr 2000. Hier nahm noch etwa jede dritte Frau ein Hormonpräparat im Kampf gegen die Wechseljahresbeschwerden ein. Die Zahl der Verordnungen lag bei 37 Prozent – auch um Osteoporose und Herz-Kreislauferkrankungen vorzubeugen. Zehn Jahre später waren es noch 9,6 Prozent. Der Rückgang sei auf die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien zurückzuführen, so die TK. Bestimmte Hormonpräparate könnten beispielsweise das Risiko für Brustkrebs, Schlaganfall, Herzinfarkt, Thrombose und auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.

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