Wechseljahresbeschwerden

Häufiger Brustkrebs unter Hormonersatztherapie APOTHEKE ADHOC, 04.09.2019 11:39 Uhr

Berlin - Der Einsatz von Hormonen zur Linderung klimakterischer Beschwerden wird immer wieder kontrovers diskutiert: Eine Metaanalyse zeigte nun erneut, dass eine systemische Behandlung mit Östrogenen – vor allem in der Kombination mit einem Gestagen – das Risiko für ein Mammakarzinom erhöhen kann. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal „The Lancet“ veröffentlicht.

Ziel der Hormonersatztherapie (HET) ist es, dem Körper die Hormone zu geben, die ihm fehlen. Dabei gilt die Devise: So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Im Markt sind Mono- und Kombinationspräparate in unterschiedlichen Darreichungsformen. Zum Einsatz kommen unter anderem Cremes, Tabletten, Pflaster oder Injektionen. Im Rahmen der Monotherapie werden lediglich Östrogene ersetzt. Findet eine Kombinationstherapie statt, wird zusätzlich ein Gestagen verabreicht. Dies ist erforderlich, wenn bei den Frauen die Gebärmutter noch nicht entfernt wurde. Da Östrogene das Endometriumwachstum fördern, wird so das Risiko für eine Endometriumhperplasie reduziert.

Bereits 2002 zeigten die Studien der Women´s Health Initiative (WHI) ähnliche Erkenntnisse wie die jetzige Metaanalyse. Das Konzept der Hormonersatztherapie wurde durch die Ergebnisse der Studien damals stark aufgewühlt: Bis dato hatten viele Gynäkologen ihren Patientinnen geraten, die mit der Menopause verringerte Östrogenproduktion durch die Einnahme von Hormonpräparaten auszugleichen. Dadurch sollten nicht nur die typischen Beschwerden gelindert werden, sondern auch ein Schutz vor Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen entstehen.

Weil Östrogene das Risiko für Gebärmutterkrebs erhöhen, wurde in den meisten Fällen ein Kombinationspräparat mit einem Gestagen empfohlen. Die WHI-Studie widerlegte damals die positiven Einflüsse der Hormonersatztherapie: Zwar kam es unter der Behandlung seltener zu osteoporosebedingten Knochenbrüchen, jedoch traten Herz-Kreislauf-Erkrankungen wesentlich häufiger auf. Zudem stieg unter der Kombinationsbehandlung das Risiko für Brustkrebs an.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Bestelldienste

Whatsapp schmeißt Apotheken raus»

Wegen abgeblasener Übernahme

Compugroup senkt Gewinnprognose»

Generikakonzerne

Neues Labor für Teva-Azubis»
Politik

Masernimpflicht

Länder: Probleme mit Dreifach-Impfstoff»

Verband der Softwarehäuser

Haas übernimmt Vorsitz im ADAS»

FDP-Vize glaubt nicht an AKK

K-Frage: Kubicki setzt auf Spahn»
Internationales

Purdue-Insolvenz

Mundipharma: Eigentümerfamilie schafft eine Milliarde beiseite»

DisposeRx

Altmedikamente: Gelklumpen statt Toilette»

12-Milliarden-Vergleich

Purdue: 1,5 Milliarden für Mundipharma»
Pharmazie

AMK-Meldung

Microgynon ACA Müller: Rückruf zum Rückruf »

Medizinalhanf

Vertanical: Neuer Cannabis-Vollextrakt»

Multiple Sklerose

Interferon beta: Keine Auswirkungen auf Schwangerschaft»
Panorama

Auktionsplattform

Rx-Asthmamittel FormoLich bei Ebay»

Opioid-Klagen

Purdue beantragt Insolvenzverfahren»

Vorbereitungskurs

1040 Unterrichtseinheiten zur Approbation»
Apothekenpraxis

Rechenzentren

Nach Haubold-Abgang: Unruhe beim ARZ Haan»

Apothekenkooperationen

Guten-Tag-Apotheken: „Wir halten jeden Preis“»

ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick

Roter Afghane»
PTA Live

PTA Lehranstalt Köln

Manege frei: 50 Jahre „Circus Pharmaceuticus“»

Nahrungsergänzungsmittel

Magnetrans als Zweiphasentablette»

Überarbeitete Leitlinien

Abgrenzung Wirk- und Hilfsstoffe»
Erkältungs-Tipps

Bakterielle Infektionen

Mittelohrentzündung: Superinfektion des Ohrs»

Atemwegserkrankungen

Wenn der Hals dick wird»

Psychogene Erkrankungen

Wenn die Psyche Husten hat»
Magen-Darm & Co.

Verdauungsenzyme

Lipase & Co: Essentiell für die Verdauung»

Verdauungsorgane

Bauchspeicheldrüse: Ein Organ, zwei Funktionen»

Brechdurchfall

Noroviren: Gefürchtet in Kita und Krankenhaus»
Kinderwunsch & Stillzeit

Supplemente in der Schwangerschaft

Folat, Jod & Co.»

Der weibliche Zyklus

Von Hormonen, Eisprung und Menstruation»

Schwangerschaft

Das dritte Trimester: Positionswechsel und Gewichtszunahme»