G-BA: Shingrix wird Kassenleistung

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Berlin - Impfung gegen Gürtelrose wird Pflichtleistung: Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) folgt der Empfehlung der Ständigen Impfkommission aus dem Dezember und erklärt den Totimpfstoff zur Kassenleistung – für ausgewählte Patientengruppen. Der Beschluss wird nun dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) vorgelegt und tritt nach Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft.

Seit Mai 2018 hat GlaxoSmithKline (GSK) den rekombinanten Totimpfstoff Shingrix auf dem Markt. Die Änderung der Schutzimpfungs-Richtlinie und der Kostenübernahme scheint ein Ritterschlag für die Vakzine. Hatte sich die STIKO im August 2017 gegen eine Empfehlung als Standardimpfung der bereits seit mehreren Jahren verfügbaren Lebendvakzine Zostavax (MSD) ausgesprochen. Die Experten führten als Begründung an, dass das Risiko, an Herpes Zoster zu erkranken im Alter zunimmt, aber die Wirksamkeit des Impfstoffes ab.

Der Totimpfstoff (Shingrix) hingegen soll mit heutigen Bescheid des G-BA bei Patienten ab einem Alter von 60 Jahren sowie für Personen mit einem erhöhten Gefährdungsrisiko ab einem Alter von 50 Jahren Pflichtleistung der Kassen werden. Die Experten führen an, dass die Impfempfehlung der STIKO Personen ab einem Alter von 60 Jahren mit einem zunehmenden Risiko für schwere Krankheitsverläufe sowie postherpetische Neuralgien berücksichtigt.

Zur Risikogruppe, die bereits ab einem Alter von 50 Jahren zu Lasten der Kasse immunisiert werden kann, gehören Personen mit einer Grunderkrankung, die eine erhöhte gesundheitliche Gefährdung darstellt. Dazu gehören beispielsweise:

  • angeborene beziehungsweise erworbene Immmundefiziens/Immunsuppression
  • HIV-Infektion
  • Rheumatoide Arthritis-Medikament
  • systemischer Lupus erythematodes
  • chronisch entzündliche Darmerkrankungen
  • chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) oder Asthma bronchiale
  • chronische Niereninsuffizienz
  • Diabetes mellitus.

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