Shingrix: Zurück, aber zu wenig

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Berlin - Die Lieferengpässe von Shingrix (rekombinanter Herpes-Zoster-Totimpfstoff) machen Apotheken und Arztpraxen seit einiger Zeit zu schaffen: Nun soll laut Hersteller GlaxoSmithKline (GSK) zwar wieder Ware über den Großhandel ausgeliefert werden können – allerdings zu wenig, um die hohe Nachfrage zu decken.

Bereits im Sommer hatte GSK angekündigt, eine begrenzte Menge auszuliefern, nachdem auf das für Juli angekündigte Kontingent der 10er-Packung vergeblich gewartet wurde. Im August hatte GSK angekündigt, für die kommenden Monate zusätzlich größere Mengen der 10er-Packung eingeplant zu haben. Der Hersteller räumte jedoch damals schon ein, den hohen Bedarf in Deutschland nicht komplett abdecken zu können. Da der Konzern seine Produktions- und Verpackungskapazitäten in Europa und den USA langfristig ausbaue, stände möglicherweise im zweiten Halbjahr mehr Impfstoff als im ersten zur Verfügung. Doch immer wieder fehlt die Vakzine in den Apotheken. Trotz aller Bemühungen werde die Einzelpackung voraussichtlich erst Ende des Jahres wieder verfügbar sein, hieß es im Sommer.

Nun sei der Impfstoff gegen Gürtelrose in 1er-Packungen eingetroffen und werde derzeit in Deutschland über den Großhandel in den Verkehr gebracht. „Insgesamt liegen GSK jedoch noch mehr Vorbestellungen vor als Ware verfügbar ist, so dass nicht alle Bestellungen erfüllt werden können“, heißt es jedoch von Seiten des Konzerns. Weitere Lieferungen sollen jedoch ab 2020 regelmäßig monatlich erfolgen – vorrangig 10er-Packungen. Die nun verfügbaren 1er-Packungen sollen in erster Linie auf Privatrezepten für Privatpatienten vorgesehen sein, bei denen die zweite Impfstoffdosis zur Vervollständigung der Impfserie noch aussteht.

Für gesetzlich Versicherte muss der Impfstoff in allen KV-Regionen außer Bayer über den Sprechstundenbedarf (SSB) verordnet werden, auch wenn bei der Verordnung die 1-er-Packung rezeptiert wird. „Auch in diesem Fall können die 1er-Dosen vorzugsweise für GKV-Patienten verwendet werden, die aufgrund des Lieferengpasses bisher ihre zweite Dosis noch nicht erhalten haben“, erklärt der Hersteller. Diese Vorgehensweise betreffe besonders Praxen, die weniger als zehn Impfdosen benötigen. Bayern stellt eine Ausnahme dar: Hier sollte der Impfstoff vorzugsweise über Einzelverordnung rezeptiert werden, darüber hinaus kann die 10er Packung bis auf Weiteres über den SSB bezogen werden.

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