Shingrix: Konkurrenz für Zostavax

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Berlin - Im März hatte GlaxoSmithKline die Zulassung für den Gürtelrose-Impfstoff Shingrix erhalten. Zum 1. Mai kam der rekombinante Totimpfstoff auf den Markt und macht Zostavax (MSD) Konkurrenz.

Shingrix ist als Pulver und Suspension zur Herstellung einer Injektionslösung auf dem Markt. Aktive Substanz ist das Varizella zoster Glykoprotein E-Antigen (VZV gE), das mit dem Adjuvans AS01B kombiniert wird. Die Vakzine soll Antigen-spezifische zelluläre und humorale Immunantworten bei Patienten mit bestehender Immunität gegen das Virus induzieren.

Die Vakzine ist zur Vorbeugung von Herpes Zoster und postzosterischer Neuralgie bei Erwachsenen ab dem 50. Geburtstag zugelassen. Zur Grundimmunisierung sind zwei Impfdosen zu je 0,5 ml nötig. Die zweite Impfung erfolgt im Abstand von zwei Monaten auf die erste Dosis. Wenn nötig, kann die zweite Gabe auch mit einem Abstand von zwei bis sechs Monaten erfolgen. Injiziert wird intramuskulär.

Shingrix konnte die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) in puncto Wirksamkeit überzeugen. Zu Grunde liegen zwei Placebo-kontrollierte, Beobachterverblindete Phase-III-Wirksamkeitsstudien. Zu den häufig beschriebenen Nebenwirkungen zählen Reaktionen an der Einstichstelle, Müdigkeit und Kopfschmerzen. In den USA ist die Vakzine bereits seit Oktober zugelassen. Analysten trauen dem Impfstoff ein Umsatzpotential von mehr als 1,6 Milliarden US-Dollar zu.

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