Supplemente

Fischöl und Vitamin D: Lauterbach lobt Studie APOTHEKE ADHOC, 09.01.2019 13:28 Uhr

Bereits im Jahr 2012 sprachen Studienergebnisse den Omega-3-Präparaten eine signifikante Reduktion von Herzerkrankungen ab. Auf Ersuchen der schwedischen Arzneimittelagentur hat die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) im März die Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit der oral verfügbaren Omega-3-haltigen Arzneimittel überprüft. Bislang war Stand der Wissenschaft, dass mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren aus fettem Fisch (langkettiges Omega-3 (LCn3) einschließlich Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA)) sowie aus Pflanzen (Alpha-Linolensäure (ALA)) der kardiovaskulären Gesundheit nutzen. Seit 2000 sind orale Omega-3-Präparate in Kombination mit beispielsweise Statinen, Betablockern, ACE-Hemmern oder Thrombozytenaggregrationshemmern in der EU zur Anwendung nach einem Herzinfarkt zugelassen. Die empfohlene Tagesdosis beträgt 1 g.

„Omega-3-Fettsäure-Arzneimittel können keine weiteren Herz- und Blutgefäßprobleme bei Patienten nach einem Herzinfarkt verhindern“, teilte im Ergebnis die EMA mit. Das Gleichgewicht zwischen Nutzen und Risiko zur Prävention eines erneuten Schlaganfalls oder Herzerkrankungen sei negativ. Omega-3-Präparate sind folglich nicht mehr zur Sekundärprävention eines Herzinfarktes zugelassen. Von der Entscheidung unberührt bleibt der Einsatz von Omega-3-Fettsäuren zur Reduktion bestimmter Blutfette bei Hypertriglyceridämie.

Omega-3-Fettsäuren zählen zu den mehrfach ungesättigten Verbindungen und sind essenzielle Nahrungsbestandteile. Sie kommen vor allem in Algen, Pflanzen oder Fischen vor. Einen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren enthalten beispielsweise Leinöl und Chiaöl. Pflanzen enthalten hauptsächlich α-Linolensäure, wohingegen die Quellen aus dem Meer vorwiegend aus DHA und EPA bestehen.

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