Eurovision EMA Contest

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Flucht aus London: Die EMA sucht ein neues Zuhause, die EU-Minister stimmen ab. Auch Bonn hat eine Bewerbung abgegeben.

Berlin - Wo werden künftig Arzneimittel zugelassen? Heute in zehn Tagen entscheiden die EU-Minister darüber, wo die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) künftig ihren Sitz haben soll. Mit dem Brexit braucht die Behörde einen neuen Standort. Drei Abstimmungsrunden sind vorgesehen, die Zeit dazwischen werden die Diplomaten nutzen, um Mehrheiten zu organisieren und Deals zu vereinbaren.

Am 20. November stehen gleich zwei Abstimmung an: Neben der EMA braucht auch die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) ein neues Zuhause. Beide Behörden sollen an unterschiedliche Mitgliedstaaten vergeben werden – dass über die EMA zuerst abgestimmt wird, macht die Sache für Deutschland nicht leichter. Denn mit Frankfurt und Bonn gibt es Bewerber für beide Behörden.

Seit Monaten läuft das Rennen um die EMA bereits, im Juni hatte die EU-Kommission dann alle 27 Mitgliedstaaten aufgefordert, ihre offiziellen Bewerbungen abzugeben. 19 Länder haben laut Dr. Elmar Kroth, Geschäftsführer Wissenschaft beim Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller (BAH), entsprechende Unterlagen eingereicht. Die Kommission hat alle Dokumente bewertet und einen Beurteilungsbericht erstellt.

Entscheiden müssen die Vertreter der Mitgliedstaaten, wahrscheinlich die EU- oder Außen- oder die Gesundheitsminister. Jeder Bewerber bekommt die Möglichkeit, seinen Standort in drei Minuten kurz vorzustellen. Dann geht es in die Abstimmung. Jedes Mitgliedsland muss drei Bewertungen abgeben und drei, zwei beziehungsweise einen Punkt vergeben.

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