SPD will die EMA ins Saarland locken

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Berlin - Ende Juni stimmten die Briten für den Austritt aus der EU. Der Verbleib der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) in London ist daher ungewiss. Nach Schweden und Bonn wurde jetzt das Saarland als neue Heimat der Behörde ins Spiel gebracht. Die SPD-Politiker Petra Berg und Jo Leinen finden, Saarbrücken sei der optimale Standort für den Sitz der EMA.

„Saarbrücken verfügt die strategisch perfekte Verortung zwischen den europäischen Metropolen Brüssel Luxemburg und Straßburg und repräsentiert als Stadt an der deutsch-französischen Grenze wie keine andere die Idee der europäischen Einigung“, so Berg, die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Landtagsfraktion ist.

Für Leinen, Abgeordneter im EU-Parlament, kommt es darauf an, dass sich die Bundesregierung im Europäischen Rat und bei der Abwicklung des EU-Austritts Großbritanniens für den Standort einsetzt. „Der Medizinstandort Saarland, mit seinen exzellenten Forschungseinrichtungen und seiner Infrastruktur, mitten in der Region Saar-Lor-Lux, kann der EMA eine ausgezeichnete neue Heimat mit hervorragenden Entwicklungsmöglichkeiten und wichtigen Partnern an ihrer Seite geben“, so Leinen. Im EU-Parlament ist der Sozialdemokrat Mitglied in den Ausschüssen für konstitutionelle Fragen (AFCO), Umweltfragen sowie öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI).

Die EMA hat seit ihrer Gründung im Jahr 1995 ihren Sitz in London. Als europäische Behörde ist die EMA verantwortlich für die Bewertung und Überwachung der Arzneimittel in der EU. Hauptaufgabe dabei ist die Zulassung von Medikamenten für Menschen und Tiere. Die EMA fungiert aber auch als Schlichtungsstelle, wenn beispielsweise nationale Behörden sich bei dezentralen Verfahren nicht einig über die Bewertung der Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten sind.

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