EMA geht nach Amsterdam

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Berlin - London ist raus, die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) wird nach Amsterdam verlegt. Bonn konnte sich nicht durchsetzen, die Pharmaverbände freuen sich trotzdem.

Seit Monaten lief das Rennen um die EMA bereits, im Juni hatte die EU-Kommission dann alle 27 Mitgliedstaaten aufgefordert, ihre offiziellen Bewerbungen abzugeben. 19 Länder hatten entsprechende Unterlagen eingereicht. Die Kommission hatte alle Dokumente bewertet und einen Beurteilungsbericht erstellt.

Entscheiden mussten die Vertreter der Mitgliedstaaten. Jeder Bewerber bekam die Möglichkeit, seinen Standort in drei Minuten kurz vorzustellen. Dann ging es in die Abstimmung. Jedes Mitgliedsland musste drei Bewertungen abgeben und drei, zwei beziehungsweise einen Punkt vergeben. Danach zogen drei beziehungsweise zwei Kandidaten noch in die letzten beiden Runden ein.

Amsterdam gehörte zu den Favoriten. Per Losentscheid wurde in der dritten Runde entschieden. Der vorgeschlagene Standort am Flughafen Schiphol wurde als unschlagbar gesehen, immerhin ist hier sogar ein Hotel im Haus. In Umfragen wurden außerdem Kopenhagen, Brüssel, Mailand und Wien hoch gehandelt. Barcelona galt lange als Kandidat Nummer 1, war die spanische Metropole doch bei Gründung vor knapp 35 Jahren London nur knapp unterlegen. Nach dem Katalonien-Streit war sie jedoch aus dem Rennen.

Mit weitreichenden Zugeständnissen versuchten insbesondere die weiter hinten rangierenden Kandidaten, ihre Erfolgsaussichten zu verbessern. Warschau etwa ging mit 25 Jahren Mietfreiheit ins Rennen – wohlwissend, dass dies bei der EMA ein neuralgischer Punkt ist. Der Mietvertrag in London läuft noch bis 2039, insgesamt 347,6 Millionen Euro sind mangels Ausstiegsklausel bis dahin noch zu zahl

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