Magen-Darm-Therapeutika

Erhöhtes Sterberisiko bei PPI Deniz Cicek-Görkem, 07.07.2017 11:34 Uhr



Die Substanzen kommen als Prodrug vor und werden im Körper in die aktive Form, dem Sulfenamid, umgewandelt. Die höchste Aktivität hat das Enzym am Morgen. Wenn nicht anders verordnet, wird eine morgendliche Nüchterneinnahme empfohlen. Außerdem wirken PPI stärker als H2-Antagonisten.

Indiziert sind diese Säureblocker beispielsweise bei Sodbrennen, gastroduodenalen Ulcera, Helicobacter pylori-Eradikation und Refluxösophagitis. Eine verringerte Säurekonzentration im Magen erhöht die Anzahl der dort ansässigen Bakterien, die normalerweise den Gastrointestinal-Trakt besiedeln.

Somit ist die Schutzfunktion der Magensäure eingeschränkt, denn eine Therapie mit solchen Substanzen kann das Risiko für Magen-Darm-Infektionen, wie zum Beispiel mit Salmonella und Campylobacter, leicht erhöhen. Zudem kann es bei unsachgemäßer längerer Einnahme zu einem Anstieg des Peptidhormons Gastrin kommen, was wiederum die Säureproduktion stimuliert.

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