Boehringer sagt Cyltezo ab

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Berlin - Am Mittwoch ist es so weit, dann läuft das Basispatent für Humira (Adalimumab, AbbVie) ab. Die ersten Biosimilars des Blockbusters sollen bereits in den Startlöchern stehen. Ein Konkurrent hat aber auch bereits abgesagt.

Im November 2017 hatte Boehringer für das Humira-Biosimilar Cyltezo von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) die Zulassung erhalten. Die US-Zulassung hatte der Konzern bereits im August vergangenen Jahres in der Tasche.

Auch wenn in der Nacht vom 16. auf den 17. Oktober das Basispatent abläuft, wird Cyltezo nicht auf den Markt kommen, teilt eine Sprecherin mit. Weder in der EU noch in den USA werde es demnächst eine Markteinführung des Biosimilars geben. Geschuldet sei die Entscheidung einem Patentstreit in den USA. Denn in den USA wurde das Patent bis 2023 verlängert. Wenn der Streit beigelegt sei, wolle man Cyltezo in den USA einführen, so Boehringer. Aus produktionstechnischen Gründen ist daher derzeit auch kein Launch in Europa geplant, zumal die Mitbewerber dann schon einen Schritt voraus sind.

Boehringer hält für Cyltezo Zulassungen in folgenden Indikationen: Behandlung von Erwachsenen mit mittel- bis hochgradiger aktiver Rheumatoider Arthritis (RA), aktiver und progressiver Psoriasis-Arthritis, mittel- bis hochgradig aktivem Morbus Crohn, schwerer aktiver Ankylosierender Spondylitis, mittel- bis hochgradiger aktiver Colitis ulcerosa, schwerer axialer Spondyloarthritis ohne radiographischen Nachweis von AS, mittelschwerer bis schwerer chronischer Plaque-Psoriasis, mittelschwerer bis schwerer Hidradenitis suppurativa sowie nicht-infektiöser Uveitis intermedia, Uveitis posterior sowie Panuveitis.

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