Immunonkologie

Bavencio: Hoffnungsträger auf dem Markt APOTHEKE ADHOC, 16.10.2017 09:48 Uhr

Berlin - Bavencio (Avelumab) gegen aggressiven und seltenen Hautkrebs kommt auf den Markt: Im September hatte Merck für seinen Hoffnungsträger gegen Krebs die Zulassung erhalten. In diesen Tagen wird das Arzneimittel erhältlich sein.

Avelumab kommt als Monotherapie für die Behandlung des metastasierten Merkelzellkarzinoms (mMCC) auf den Markt. Der humane Antikörper gegen den programmierten-Zelltod-Liganden 1 (PD-L1) dient der Behandlung von Erwachsenen mit mMCC. Der Checkpoint-Inhibitor kann die Immunantwort verstärken. Avelumab bindet an den PD-L1 und hemmt die Interaktion zwischen PD-L1 und den dazugehörigen Rezeptoren. Somit wird die suppressive Wirkung auf zytotoxische CD8 T-Zellen aufgehoben und die Immunantwort gegen den Tumor wiederhergestellt. Entwickelt wurde das Arzneimittel von Merck und Pfizer, beide Konzerne kooperieren als immunonkologische Allianz.

Bavencio ist als Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung in der Stärke 20 mg/ml erhältlich. Dosiert werden 10 mg/kg KG alle zwei Wochen. Die Lösung wird intravenös über 60 Minuten verabreicht. Als Prämedikation wird den Patienten vor den ersten vier Infusionen ein Antihistaminikum und Paracetamol verabreicht. Verläuft die vierte Gabe ohne infusionsbedingte Reaktionen, obliegt dem Arzt die Entscheidung, die Prämedikation bei den folgenden Behandlungen zu verabreichen.

Zu den möglichen Nebenwirkungen unter Bavenvio zählen Fatigue, Übelkeit, Durchfälle, verminderter Appetit, Obstipation, Bauchschmerzen, Infusionsreaktionen, Gewichtsverlust und Erbrech

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