Wenn Birken in der Apotheke wachsen | APOTHEKE ADHOC
Apothekenumbau

Wenn Birken in der Apotheke wachsen

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Berlin -

Echte Birkenstämme mitten in der Offizin, die Brücke von Remagen neben großen LCD-Displays: Nach dem Umbau verbindet die Römer-Apotheke in Remagen Naturelemente mit moderner Ausstattung. Auch wenn die Beratung die oberste Priorität genießt, wollte Apotheker Frank Wegner sowohl für die Kunden als auch seine Mitarbeiterinnen eine schöne Atmosphäre schaffen und den Mief der 90er-Jahre aus der Apotheke beseitigen.

Vor zwei Jahren hat Wegner die Römer-Apotheke übernommen. „Das war schon damals klar, dass sie bald modernisiert werden musste“, sagt der Apotheker. Denn die Apothekeneinrichtung war nicht nur bereits 25 Jahre alt, sie war auch noch für eine andere Apotheke konzipiert. „Als mein Vorgänger im Jahr 2008 in die neuen Räumen umgezogen ist, nahm er die Einrichtung einfach mit“ so Wegner. Alte Möbel, die sich nicht optimal in die Offizin einfügten, schlechtes Licht, störende Bauelemente, wie eine hässliche Säule inmitten der Offizin, die noch aus den Zeiten stammte, als sich in den Räumen der Apotheke noch ein Modegeschäft befand: Eine Modernisierung war bitter nötig.

Heute präsentiert sich die Römer-Apotheke heller, größer, moderner, kunden- und mitarbeiterfreundlicher. Ungewöhnlich ist dabei der Mix von modernen Details und Naturelementen. Mitten in der Offizin steht nun nicht mehr die Säule aus den Modegeschäft-Zeiten, sondern einige Birkenstämme, die einen Hauch von Natur in die Apotheke zaubern. Deckenhohe Fotografien von den Brückentürmen in Remagen und Erpel umrahmen den stark vergrößerten und erweiterten Kosmetikbereich. „Ich wollte einen Bezug zu Remagen herstellen, damit sich die Kunden mehr mit der Apotheke identifizieren“, erklärt Wegner.

Das Highlight ist aber der beleuchtete Deckenabschnitt aus 12 Platten, die mit Bildern eines Birkenwaldes unterlegt sind und so mit den Stämmen in der Offizin korrespondieren. „Das ist wirklich ungewöhnlich und erregt viel Aufmerksamkeit“, sagt Wegner. „Jeder, der in die Apotheke kommt, schaut nach oben und staunt. Ein absoluter Hingucker.“

Zu den modernen Elementen zählen vier große digitale Wände, die in der Offizin verteilt sind. „Ich bin sehr technikaffin“, sagt der Apotheker. „Allerdings finde ich Apotheken, die nur noch Displays haben, zu kalt.“ Angeschlossen sind die digitalen Anzeigetafeln an den Kommissionierer, der ebenfalls neu angeschafft wurde. „Zweifellos genießt eine hochqualitative Beratung absolute Priorität in einer Apotheke“, betont der Apotheker, der eigenen Angaben nach einen sechsstelligen Betrag in den Umbau und die Modernisierung der Römer-Apotheke investiert hat. „Dennoch ist es wichtig, eine schöne und angenehme Atmosphäre nicht nur für die Kunden, sondern auch für die Mitarbeiter zu schaffen.“

In nur zwei Wochen ging der Umbau bei laufendem Betrieb über die Bühne. Dabei wurde nicht nur die Einrichtung komplett erneuert, sondern auch die Offizin vergrößert. Dafür wurde laut Wegner der Beratungsraum an eine andere Stelle verlegt. Die so gewonnene Fläche nutzt der Apotheker, um das Kosmetiksortiment ausbauen. „Wir haben zwei zusätzliche Marken ins Sortiment aufgenommen“, so Wegner. „Derzeit laufen Schulungen für meine Mitarbeiterinnen.“

Beraten wird in der Römer-Apotheke gleich in mehreren Sprachen. Neben der deutschen Sprache, sprechen können auch englische, russische, türkische und arabische Kunden nach Bedarf in ihren Muttersprachen beraten werden.

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