Warentest: Apothekenmarken überzeugen

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Berlin - Das Thema Nahrungsergänzungsmittel hat vor und während einer Schwangerschaft einen hohen Stellenwert. Um Frauen die Entscheidung zu erleichtern, hat sich Stiftung Warentest der verschiedenen Produkte zur Vitaminsubstitution angenommen. Geeignet sind vor allem die Produkte aus der Apotheke.

Mit der Überschrift „Gut versorgt ab 7 Cent“ wird der Fokus auf eine günstige Versorgung im guten Preis-/Leistungsverhältnis gelegt. Getestet wurden 17 exemplarisch ausgewählte Nahrungsergänzungsmittel mit der Empfehlung zur Einnahme bei Kinderwunsch und/oder Schwangerschaft. Bei dem Großteil handelt es sich um Vitamin-/Mineralstoffmischungen, drei Produkte waren Folsäure-Monopräparate.

Die bekannten Apothekenmarken Folio, Femibion, Elevit und Orthomol natal sind laut Warentest „geeignet“ oder „mit Einschränkungen geeignet“. Mit 7 Cent pro Tag liegt Avitale Folsäure 800 Plus aber im Preisvergleich vorne. Neben Folsäure sind auch Jod und Vitamin B12 enthalten, wodurch das Präparat auch eine Empfehlung für Veganerinnen ist. Dennoch wurde der fehlende Hinweis auf der Umverpackung zur Jodversorgung im Zusammenhang mit Schilddrüsenerkrankungen bemängelt. Dieser ist bei Avitale nur im Beipackzettel zu finden. Hervorgehoben wurde, dass Femibion und Folio auch als jodfreie Präparate vorliegen. Zusammen mit Femix enthalten diese drei Produkte auch Vitamin D, welches laut Warentest sinnvoll für Schwangere sein kann, die nicht ausreichend davon über die Haut durch das Sonnenlicht bilden können. Eine nachteilige Auswirkung ist von den Inhaltsstoffen der Präparate nicht zu erwarten.

Bei den drei Monopräparaten handelt es sich um Folsäure Compact von GSE, Folsäure Basis von Medicom und Floradix Folsäure-Kapseln. Mit einer Menge zwischen 400 und 600 µg Folsäure pro Tag entsprechen alle Präparate den wissenschaftlichen Empfehlungen. Am günstigsten schneidet hier mit 21 Cent pro Tag die Versorgung mit dem Medicom-Präparat ab. Warentest spricht eine Empfehlung für die Versorgung mit Folsäure bereits bei der Planung einer Schwangerschaft, auch zur Verminderung des Risikos für Neuralrohrdefekte, aus. Mit einer Einnahme mindestens vier Wochen vor Zeugung bis zum Ende des ersten Trimesters kann dieses gesenkt werden.

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