Spezial-Champignons

Warentest: Vitamin-D-Pilze sinnvoll – für einige APOTHEKE ADHOC, 19.01.2019 09:43 Uhr

Berlin - Seit September hat Kaufland exklusiv „Vitamin D Pilze“ in der Gemüseabteilung im Angebot. 200 g der braunen Zuchtchampignons sind für etwa 2 Euro zu haben. „30 x mehr Vitamin D“ als gewöhnliche Champignons sollen die Egerlinge enthalten. Das Etikett verspricht: „100 Gramm enthalten 125 Prozent der empfohlenen Tagesdosis“. Ob das stimmt und ob überhaupt und für wen ein Verzehr sinnvoll ist, hat Stiftung Warentest untersucht.

So kommt das Vitamin in den Pilz: Konventionelle Kulturchampignons sprießen gewöhnlich nicht im Sonnenlicht und weisen somit einen geringeren Gehalt an Vitamin D auf. Den Spezial-Pilzen wird kein künstliches Vitamin D zugesetzt, sondern sie werden kurzzeitig mit UVB-Licht beleuchtet. Dies führt zu einem deutlich erhöhten Gehalt, denn der Vorgang soll der Produktion von Vitamin D unter Sonnenlicht ähneln.

In Kooperation mit der Universität Freiburg und Professor Dr. Paul Urbein wurde der Vorgang entwickelt. „Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit leiden viele Menschen unter einem Vitamin-D-Mangel. Denn der UVB-Anteil im Sonnenlicht ist zu gering für die eigene Vitamin-D-Produktion in der Haut. Die Steinchampignons sind insbesondere für Vegetarier und Veganer eine ideale Möglichkeit, ihren Vitamin-D-Bedarf einfach und geschmackvoll zu decken“, so Urbain. Die Vitamin-D-Champignons kommen aus Niedersachsen. Produzent ist die Firma Pilzland. Das Unternehmen baut seit 30 Jahren Pilze an.

Warentest hat die Vitamin-D-Zuchtpilze in ein Labor geschickt. Insgesamt wurden die Vitamin-D-Gehalte von sieben Packungen untersucht. Die Ergebnisse variieren. Für die Packung mit dem geringsten Gehalt wurden 5,3 µg Vitamin D pro 100 g und für die Packung mit dem höchsten Gehalt 15,1 µg Vitamin D pro 100 g gemessen. Letzterer übersteigt den in der EU gemäß Novel-Food-Verordnung festgelegten Höchstwert von 10 µg/g. Grund zur Sorge bestehe jedoch nicht, denn eine Überdosis sei nicht zu befürchten. Selbst auf Dauer könnten mehrere Packungen bedenkenlos verzehrt werden.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Quartalsbericht

dm steigert Umsatz»

Prostatamittel

Harzol übernimmt Urinale an Raststätten»

Lieferprobleme

Valsartan: Wettlauf gegen die Zeit»
Politik

Rx-Preisbindung

Apothekerkammer traut Spahn-Gesetz nicht»

Apothekenbesuch

CDU-Abgeordnete will Rx-VV im Auge behalten»

Apothekenkontrolle

Berlin: 13 neue Pharmazieräte»
Internationales

Schadenersatzklagen

Valsartan-Prozess: Hersteller und Apotheken vor Gericht»

Herzpatienten gefährdet

Apothekenschließung gefährdet Compliance»

Wettbewerbsbehörde

Frankreich: Versandhandel soll Apotheken retten»
Pharmazie

Zytostatika

Lilly nimmt Lartruvo vom Markt»

Trotz Arzneimittelskandal

Valsartan: Immer noch die Nummer 2»

Analgetika

Paracetamol: Besser 1000 als 500 mg»
Panorama

Drogerieketten

Schlecker-Kinder müssen ins Gefängnis»

Infektionskrankheiten

Ungeimpfte Reisende importieren Masern in die USA»

Bayern

Frau erwacht nach 27 Jahren aus Koma»
Apothekenpraxis

Urteilsgründe

Gericht: Hintertür für DocMorris-Automat?»

Großhandel

Phoenix: Der Umschlagplatz neben der Turnhalle»

„Wir verlieren eine Freundin“

Esslinger Apothekerin Daniela Hemminger-Narr gestorben»
PTA Live

PTA-Ausbildung

Bienen-Augen im Schullabor»

Versicherungsschutz

Was tun bei einem Arbeitsunfall?»

LABOR-Debatte

Partnerschaften am Arbeitsplatz: Kann das gut gehen?»
Erkältungs-Tipps

Zoonose

Wenn der Hund Schnupfen hat»

Erkältungstipps

Dampfinhalation – Mehr als nur heiße Luft»

Husten, Schnupfen, Heiserkeit

Der typische Erkältungsverlauf»
Magen-Darm & Co.

Schöllkraut

Das Kraut mit den 100 Namen»

Magen-Darm-Beschwerden

Bauchschmerzen bei Kindern: Was steckt dahinter?»

Richtig rollen

Rollkur bei Gastritis»
Kinderwunsch & Stillzeit

Supplemente bei Kinderwunsch

Folsäure: Wieso, weshalb, warum?»