Vitamin D2

Forscher: In Kakaobohnen steckt Vitamin D

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Halle -

Schokolade ist nicht nur gut für die Nerven, sondern auch für die Knochen? Zumindest haben Wissenschaftler eine neue Quelle für Vitamin D2 ausgemacht: Kakao und kakaohaltige Lebensmittel.

Eine Forschungsgruppe der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg analysierte verschiedene Kakaoprodukte und -pulver und stellte den höchsten Gehalt in Kakaobutter und dunkler Schokolade fest, berichtet das Bundeszentrum für Ernährung in seiner Zeitschrift „Ernährung im Fokus“.

Die Untersuchung ergab, dass weiße Schokolade dagegen kaum Vitamin D2 enthält. Das stütze die Annahme, dass Kakao die Quelle des Vitamins ist. Die Forscher erklären sich die Existenz damit, dass die Kakaobohnen nach der Fermentation in der Sonne ausgebreitet und getrocknet werden. Das Sonnenlicht wandele dann die Vorstufen des Vitamins, die vermutlich aus harmlosen Pilzen stammen, in Vitamin D2 um.

Die Wissenschaftler leiten aus ihrem Befund allerdings nicht die Empfehlung ab, große Mengen Schokolade zu verzehren – man müsste Unmengen essen, um darüber den Bedarf an Vitamin D2 zu decken. Vitamin-D-Mangel erhöht das Risiko für Atemwegserkrankungen und brüchige Knochen.

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