Österreich

Apotheker und Konditor landen Überraschungserfolg APOTHEKE ADHOC, 22.12.2018 08:38 Uhr

Berlin - Eigentlich war es nur ein kleines Vergnügen, das sich Apotheker Dr. Gerhard Falkensammer da gegönnt hat: Zusammen mit einem Freund hat er aus den Haustropfen seiner Apotheke Pralinen entwickelt und verkauft die nun in seiner Offizin. „Eigentlich ein ganz kleines Projekt“, wie er sagt. Doch die Kunden reißen ihm seine „FalKiss“ aus der Hand. Er hat unerwartet einen Hit gelandet.

Falkensammer tüftelt gern. „Es ist ein Hobby von mir, im Labor zu arbeiten“, sagt der Pharmazeut aus dem österreichischen Wels. Und das Hobby ist schon seit langem Teil seines Berufs: Schon seit 20 Jahren verkauft er in seiner Falken-Apotheke selbst gemischte Magentropfen, eine Bittertinktur mit 13 Inhaltsstoffen, am besten anzuwenden „bei Verdauungsproblemen vor oder nach der Mahlzeit und auf Reisen auch dann, wenn Sie nicht sicher sind, was Sie gegessen haben“, wie er auf seiner Apothekenseite erklärt.

Und manchmal findet zusammen, was zusammen gehört: Sein Freund Helmut Hipfl ist nämlich Konditor. „Ich habe mit ihm immer gern Pralinen gegossen. Irgendwann kamen wir auf die Idee, dass wir doch meine Haustropfen zu Pralinen machen könnten.“ Ganz so leicht war das dann aber doch nicht. Die ersten Testpralinen vermochten den Freundeskreis noch nicht zu verzaubern. „Die Tropfen sind doch schon sehr bitter“, erklärt Falkensammer. „Deshalb haben wir noch mehrere Monate getüftelt, bis wir die richtige Rezeptur gefunden hatten. Jetzt arbeiten wir mit einem Gramm Haustropfen pro Praline. Das ist gar nicht so wenig, die Bitternote kommt immer noch gut durch, ist aber nicht zu stark.“

Jetzt brauchten sie nur noch jemanden, der das Naschwerk in Menge produziert. Da kam Helmut Wenschitz ins Spiel, lokal bekannter Maître Chocolatier aus Allhaming. Er machte ein marktfähiges Produkt aus der Hobbyerfindung. Vor allem auf den Vertriebsweg legt er dabei Wert. „Ich habe den beiden geraten, den Verkauf vorerst auf Apotheken zu beschränken“, erzählte er einer lokalen Zeitung. „Denn Kunden haben zu Apothekern ein hohes Vertrauen, und der Slogan ,gesundes Naschen‘ gibt dem ganzen die richtige Bedeutung.“

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