Rufmord

Telefonbetrüger geben sich als Apotheken aus

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Berlin -

Immer wieder haben es Telefonbetrüger auf Apotheken abgesehen. Neuerdings wird offenbar versucht, den guten Ruf der Pharmazeuten zu missbrauchen: Mehrere Apotheken berichten, dass Unbekannte unter ihrem Namen versucht haben, unwissende Verbraucher abzuzocken.

Patrick Hofmann, Inhaber der Eichen-Apotheke im Sächsischen Großdubrau, staunte nicht schlecht, als er von Kunden auf seine vermeintliche Umfrage angesprochen wurde. Sie waren von einer 0800-Nummer angerufen und um Antworten im Rahmen einer Zufriedenheitsumfrage gebeten worden. Nur: Hofmann hatte eine solche Umfrage gar nicht in Auftrag gegeben.

Am Anfang des Gesprächs wurden Daten wie Geburtsdatum und Adresse der Kunden abgeglichen, um Seriosität vorzugeben. Wie die Betrüger an die Daten gekommen sind, kann sich Hofmann nicht erklären. Im Rahmen der Umfrage wollte die Person am Telefon wissen, wie zufrieden die Kunden mit der Apotheke seien. „Wir haben noch nie so eine Telefonumfrage durchgeführt und werden das auch künftig nicht machen“, so Hofmann.

Die meisten der insgesamt acht Kunden, die sich in den vergangenen Tagen in seiner Apotheke gemeldet haben, hatten nach eigenem Bekunden irgendwann aufgelegt. Eine Kundin konnte jedoch über den weiteren Verlauf berichten: Sie sei über verschiedene Gesundheitsprodukte aufgeklärt worden, die sie dann auch kaufen sollte. An dieser Stelle habe auch sie das Gespräch abgebrochen.

„Ich möchte nicht schlecht dastehen, wenn plötzlich ein Paket zugestellt werden sollte, mit dem ich nichts zu tun habe“, sagt Hofmann. Daher hat er die Polizei eingeschaltet und den Betrug angezeigt. Bei der Apothekerkammer habe er die Sache auch bereits gemeldet – noch wartet er auf Feedback. In der Geschäftsstelle in Dresden war zu der Angelegenheit auf Nachfrage nichts zu erfahren.

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