Brandenburg

Apotheke feiert 500. Geburtstag Eugenie Ankowitsch, 29.04.2017 18:48 Uhr

Berlin - Die Geschichte der Raths-Apotheke beginnt nachweislich 1517. Damit ist sie die älteste Apotheke im Bundesland Brandenburg. Sie überstand den Dreißigjährigen Krieg, die Pest, die beiden Weltkriege, die Verstaatlichung und die Wende. Seit ihrer Gründung befindet sich die Apotheke in dem inzwischen denkmalgeschützten Haus in der Hauptstraße 34 in Brandenburg an der Havel. Nach wie vor steht die Beratung der Kunden im Vordergrund. Als erste Apotheke wurde die Raths-Apotheke vor anderthalb Jahren mit dem „Brandenburgischen Ausbildungspreis“ geehrt. Seit Jahren setzt sich Inhaberin Karin Günther für den Erhalt des PKA-Berufs ein.

Im Mittelalter waren Apotheken von Tante-Emma-Läden kaum zu unterscheiden. Neben Arzneimitteln wurden feuchteempfindliche Waren wie Tee, Zucker und Pfefferkuchen, aber auch Räucherkerzen, Papier, Tinte und Kümmelschnaps gelagert. Als der Frankfurter Erasmus Berisch 1517 die heutige Raths-Apotheke gründete, wurde er ebenso aufgefordert, Waren des täglichen Bedarfs für den „ehrbaren Rath“ vorzuhalten. Das genaue Gründungsdatum ist zwar nicht bekannt. Die Gründungsurkunde und die Stammrolle wurden vermutlich bei einem Brand vernichtet. Doch die Geschichte der Raths-Apotheke lässt sich dank Apothekerakten aus dem Brandenburger Stadtarchiv nachverfolgen.

Als der Apothekengründer 30 Jahre später starb, kam es zwischen dem Rat der Stadt und den beiden Söhnen des Apothekers zum Streit darüber, wer die Apotheke weiter führen durfte. Zwar entschied Markgraf Joachim von Brandenburg zunächst zugunsten der Apothekersöhne. Doch nur drei Jahre später wurde wie aus heiterem Himmel Lucas Scholle zum Raths-Apotheker bestellt und blieb es auch bis zu seinem Tode 1585. Er war es auch, der die erste ,,Arzneitaxe“ herausgab, in der Arzneimittel erstmals in deutscher Sprache neben dem allgemein üblichen Latein aufgeführt wurden.

Einrichtungen, die der Allgemeinheit dienten, mussten schon damals mit „Visitationen“ rechnen. Scholles Nachfolger, der Apotheker Franz Tornow, war offenbar darauf bedacht einen besonders guten Eindruck bei den Kontrolleuren zu hinterlassen und verköstigte sie den Überlieferungen zufolge unter anderem mit „5 Hammel, 30 Pfd. Schweinefleisch [...], drei Tonnen Brandenburger Bier und Wein vom Zinsmeister“. Dass die „Visitation“ im Jahr 1587 rund drei Wochen gedauert haben sollen, dürfte niemanden verwundern.

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