„Ich freue mich jeden Tag auf meine Apotheke“ | APOTHEKE ADHOC
1. Geburtstag

„Ich freue mich jeden Tag auf meine Apotheke“

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Berlin -

In einem Land, in dem Apothekensterben herrscht, ist der erste Geburtstag einer Apotheke ein besonders schönes und ermutigendes Ereignis. Damorena Grigore hat gerade mit ihrem Team und Kunden gefeiert und bereut keinen Tag ihrer Selbstständigkeit.

„Ich lebe meinen Traum“, sagt die Apothekerin, die in Bonn die Apotheke im Knauber betreibt. Mit ihrem Optimismus inspiriert sie ihr Team, das aus elf Mitarbeitern besteht. „Wir verstehen uns alle gut, die Abläufe greifen ineinander, alle sind motiviert.“ Nur eine Mitarbeiterin hat sie im ersten Jahr verlassen, sonst ist die Crew noch wie am ersten Tag.

Die Apothekerin zieht Bilanz: „Es ist für einen Gründer nicht immer alles rosig, aber ich würde es sofort wieder machen.“ Besonders die Arbeitszeiten habe sie „ein bisschen unterschätzt“. Das bedeutet: „Ich arbeite 60 bis 80 Stunden pro Woche.“ Mindestens 40 Stunden davon in der Offizin. Damit sie den Kontakt zu den Kunden nicht verliert. „Wir haben uns rund 60 Prozent Stammkunden erarbeitet“, sagt sie. „Die Menschen hier haben uns gut angenommen. Durch unsere Lage als Center-Apotheke haben wir natürlich auch viel Laufkundschaft.“ Und wenn die wiederkommt, ist das das schönste Kompliment.

Grigore wusste schon in der Schule, was sie werden möchte: Apothekerin. „Mich hat immer schon Chemie interessiert, die molekularen Zusammenhänge finde ich faszinierend.“ Außerdem hat sie eine für Apotheker nicht ungewöhnliche Selbstdiagnose gestellt: „Ich habe ein Helfersyndrom. Ich möchte für die Menschen da sein.“ Denn zum einen kann man helfen und zum anderen bekommt man viel zurück: „Es ist unheimlich erfüllend, in der Offizin zu stehen. Manchmal muss man einfach nur zuhören.“ Und beraten. „Wenn sich jemand dafür bedankt, freuen wir uns.“

Nach dem Abitur studierte Grigore in Bonn Pharmazie, arbeitete erst als angestellte Apothekerin in Köln. Nach und nach wuchs der Wunsch, eine eigene Apotheke zu führen. Eigentlich wollte sie eine bestehende übernehmen, fand dann aber die Ausschreibung des Knauber Freizeitmarkts im Stadtteil Endenich. Für eine neue Apotheke wurde ein Betreiber gesucht. Sie griff zu, weil sie die Gegend kannte und wusste, dass der Standort ideal ist: Die Apotheke liegt in einem Gewerbe- und Industriegebiet, es gibt Supermärkte und – der Traum jeden Apothekers – 200 Parkplätze vor der Tür.

Die Offizin fand Grigore mit 140 Quadratmetern optimal. „Wir sind eine moderne Apotheke, hell und freundlich“, sagt sie. Gerade wird die Website aktualisiert. „Und datenschutzsicher gemacht. Wir Apotheker dürfen die Digitalisierung nicht verschlafen. Man muss alle Kanäle anbieten, sie werden von den Kunden gern genutzt.“

Grigores Träume für das zweite Jahr ihrer Apotheke: „Ich wünsche mir, dass mein Team weiterhin so bestehen bleibt, dass wir gemeinsam am Wachstum der Apotheke arbeiten und noch mehr Stammkunden gewinnen.“ Darüber hinaus soll bitte alles so weitergehen wie bisher. Gerade wurde der erste Geburtstag gefeiert, mit DJ, Glücksrad und vielen fröhlichen Kunden. Das zweite Jahr kann kommen.

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