Potenzmittel zwischen Krokodil- und Schlangenleder

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Berlin -

Ein 57-jähriger Urlauber aus dem Kreis Warendorf (Nordrhein-Westfalen) wollte in der vergangenen Woche nach seiner Rückkehr aus Thailand die Zollkontrolle am Flughafen Düsseldorf umgehen. Denn in seinem Koffer befanden sich mehrere Waren aus Krokodil- und Schlangenleder sowie rezeptpflichtige Potenzmittel. Die Zollbeamten stellten die Gegenstände sicher und leiteten ein Strafverfahren gegen den Mann ein.

Aufgrund der Menge könne davon ausgegangen werden, dass der Reisende die Potenzmittel für den Eigenbedarf mitbrachte, teilte das Hauptzollamt Düsseldorf mit. Ob der Mann aus Unwissenheit oder mit Vorsatz die Waren am Zoll vorbeischmuggeln wollte, konnte noch nicht ermittelt werden. Er werde sich so oder so wegen Verstößen gegen das Artenschutz- und das Arzneimittel verantworten müssen, hieß es aus dem Zollamt.

Die Beamten konfiszierten die Schmuggelware und stellten Strafanzeige gegen den Reisenden. „Die möglichen Strafen reichen von einer Geldbuße, die sich nach dem Einkommen richtet, bis hin zu einer Gefängnisstrafe. Das hängt auch davon ab, ob der Mann mit entsprechenden Delikten bereits vorher auffällig wurde“, erklärte ein Sprecher des Hauptzollamts Düsseldorf.

Der Mann war den Beamten bei einer stichprobenhaften Kontrolle ins Netz gegangen. In seinem Gepäck befanden sich 82 Potenzmitteltabletten sowie Taschen, Geldbörsen und Gürtelschnallen aus Krokodil- und Schlangenleder. Derzeit werde geprüft, zu welchen Tierarten genau das Leder gehört, so das Zollamt. Denn auch das entscheide über das Strafmaß. „Verstöße gegen den Artenschutz gehen aber insgesamt zurück, wenngleich es noch Schwerpunktländer wie Thailand gibt. Medikamentenschmuggel begegnet uns leider jedoch regelmäßig“, fasst das Hauptzollamt Düsseldorf zusammen.

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