Pfusch-Prozess

„Man beißt nicht in die Hand, die einen füttert“ APOTHEKE ADHOC, 16.02.2018 17:23 Uhr

Berlin - Vor Gericht wurde heute ein Brief von Peter S. Anwalt aus dem Jahr 2014 verlesen. Darin lobt er seinen Mandanten in den höchsten Tönen.

Das Gericht beschäftigte sich heute mit mehreren Dokumenten. Der Richter verlas einen Brief von Anwalt Peter St. aus dem Jahr 2014 an die Staatsanwaltschaft Essen. S. war damals vom Ehemann einer Mitarbeiterin angezeigt worden. Der Verdacht: unterdosierte Krebsmittel. In dem Brief schreibt der Anwalt laut Correctiv, S. würde nicht im Traum darauf kommen, Therapien unterzudosieren und sei sozial sehr stark engagiert. Insbesondere sei es S. ein Bedürfnis schwerkranken Menschen zu helfen, hieß es in dem Brief weiter. Er sei ein guter Mensch und Habgier sei ihm wesensfremd.

Außerdem wies der Anwalt darauf hin, dass bei einer permanenten Unterdosierung die behandelnden Ärzte aufmerksam werden müssten. St. argumentierte, je früher ein Krebspatient sterbe, desto weniger verdiene sein Mandant an ihm. Deshalb seien Unterdosierungen auch wirtschaftlicher Unfug und zudem menschenverachtend. Man beiße nicht in die Hand, die einen füttere.

Ein Protokoll über die Zeugenaussage der PTA Alexandra H. wurde ebenfalls verlesen. H. hatte bei der Polizei ausgesagt, vor Gericht aber überraschend geschwiegen. Laut Correctiv berichtete sie, dass S. oft und regelmäßig in der Zytostatika-Produktion gearbeitet habe. Sie selbst habe immer im Team und im Vier-Augen-Prinzip gearbeitet, S. grundsätzlich alleine. Er sei in Straßenkleidung im Labor gewesen, worauf die PTA ihn ansprach. Doch S. sei ein Mensch, der nur sich selber sehe und immer Recht habe.

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