Land spendiert neue Klinikapotheke

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Berlin -

Das Universitätsklinikum Tübingen erhält eine neue Apotheke. Nach Fertigstellung des Rohbaus wurde jetzt Richtfest gefeiert. Das Land Baden-Württemberg investiert rund 19,1 Millionen Euro in den Neubau. Das sind 2,25 Millionen mehr als noch vor einem Jahr veranschlagt. Im Frühjahr 2020 sollen die Räumlichkeiten fertig sein.

Der Rohbau für die neuen Räume der Apotheke des Universitätsklinikums steht; der Betrieb wird neu in dem 1983 fertiggestellten Versorgungszentrum sowie in einem ergänzenden Neubau untergebracht. Das alte Gebäude aus dem Jahr 1956, in dem die Angestellten um Professor Dr. Hans-Peter Lipp derzeit arbeiten, war der stellvertretenden Leiterin Dr. Ulrike Hartmann zufolge für die damalige Zeit großzügig bemessen. „Für die heutigen Anforderungen an die Arzneimittelversorgung eines modernen Universitätsklinikums der Maximalversorgung reicht der Platz seit langem nicht mehr aus.“

Modernisierungen und Erweiterungen des alten Gebäudes seien nicht mehr möglich. So sind etwa für die zentrale Zubereitung von Zytostatika Labore mit der höchsten Reinraumluftklasse erforderlich. Im alten Gebäude konnten diese nicht mehr eingerichtet werden. Zudem fehlt es an Lager- und Funktionsflächen. „Ein Neubau mit modernen GMP-Herstellungsräumen, ausreichend Lagerplatz für Medikamente und Infusionslösungen und mehr Bürofläche für das wachsende Team der Apotheke wurde somit unumgänglich“, so Hartmann.

Ein zusätzlicher Pluspunkt werde der zentrale Standort inmitten des Klinikum-Berg-Geländes sein. Hier soll es eine direkte Anbindung an die bestehende automatische Warentransportanlage geben. „Mit der räumlichen Nähe zu den meisten Tübinger Kliniken und der Anbindung an das zentrale Warenversorgungssystem ist es uns zukünftig möglich, eine noch bessere Arzneimittelversorgung zu gewährleisten“, so Hartmann. „Wir freuen uns sehr auf den Umzug in die neue Apotheke und darauf, das moderne Gebäude mit Leben zu füllen.“

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