Helios: Klinikapotheke im Industriegebiet

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Berlin - Der Klinikkonzern Helios hat die erste externe Krankenhausapotheke eröffnet: Vom Standort in Wahlstedt aus, 45 Kilometer von Kiel entfernt, versorgt eine neue Niederlassung zehn firmeneigene Häuser mit zusammen 2500 Betten. Eine Neuheit in der Kliniklandschaft: Denn die Helios-Apotheke steht mitten in einem Industriegebiet.

Rechtlich gehört die Apotheke zur Helios-Klinik Kiel. Mit ihren zehn Mitarbeitern arbeitet Apothekenleiterin Sonja von Häfen auf der grünen Wiese in einer Halle, die mit modernster Technik alle pharmazeutischen Standards erfüllt. Vier Pharmazeuten, zwei PTA, zwei PKA und zwei Logistiker organisieren den Betrieb. „Wir hatten ein Lücke im Nordwesten“, begründet von Häfen die Neugründung.

Zur Unternehmensphilosophie von Helios gehört die Arzneimittelversorgung der Kliniken in Eigenregie. Mit dem neuen Standort betreibt Helios jetzt bundesweit 17 Klinikapotheken. „Den allergrößten Teil der Arzneimittel kaufen wir gemeinsam im Direktbezug“, erklärt von Häfen. Eilige Notfallmedikamente würden über den Großhandel geordert: „Helios will für seine Kliniken einen einheitlichen Versorgungsstandard mit Arzneimitteln sicherstellen.“ Bisher wurden die Helios-Kliniken im Norden von einer externen Apotheke versorgt.

In der 1300 Quadratmeter großen Halle steht ein halbautomatischer Kommissionierer, der parallel für 24 Stationen die Ware bereitstellt. Die Kisten werden in GDP-konformen Transportern zu den Kliniken gefahren. „Im Sommer werden die Arzneimittel gekühlt und im Winter beheizt“, sagt von Häfen.

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