Klinik baut Apotheke im Gewerbegebiet

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Berlin -

Die Apotheke auf der grünen Wiese: Klinikketten gehen dazu über, ihre Arzneimittelversorgung an einem zentralen Punkt zu bündeln. Acht Millionen Euro investiert jetzt das Bonifatius-Hospital in den Neubau eines Logistikzentrums im niedersächsischen Lingen. Damit will das Krankenhaus nicht nur den stetig steigenden Bedarf der Verbundeinrichtungen decken, sondern auch andere Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen der Region mit Arzneimitteln und Medizinprodukten beliefern. Das Besondere: Die neue Krankenhausapotheke samt Laboren wird nicht auf dem Klinikgelände, sondern am Rande von Lingen in einem Gewerbegebiet errichtet.

Noch wird die Versorgung von zwei Standorten aus geleistet. Die Arzneimittel- und Medizinprodukte kommen aus einer gemieteten Halle am Rande von Lingen. Die Zytostatika und Rezepturen werden direkt im Labor am Bonifatius Hospital hergestellt. Mit dem neuen Logistikzentrum sollen nicht nur die beiden Abteilungen zusammengeführt, sondern die Lagerflächen erheblich erweitert und die Abläufe in der Beschaffung, Lagerlogistik und Arzneimittelherstellung optimiert werden.

Das Logistikzentrum soll eine Grundfläche von rund 2600 Quadratmetern für das Lager und rund 1600 Quadratmeter für Labore sowie Arbeits- und Büroflächen der Mitarbeiter umfassen. Gelegen ist das Bauwerk auf einem 12.600 Quadratmeter großen Grundstück. Es gebe damit durchaus Platz für Erweiterungen, sagte der Geschäftsführer Martin Diek anlässlich des Richtfestes.

Insgesamt investiert das Bonifatius-Hospital in den Neubau acht Millionen Euro. Rund die Hälfte der Baukosten soll dabei in mehrere Reinraumlabore fließen. Da die Anforderungen an die Zytostatikaversorgung in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und auch die Mengen sich deutlich erhöht hätten, sollen im Neubau unter anderem drei Reinraumlabore zur Herstellung von Zytostatika und Rezepturen sowie Defekturen nach modernstem Standard entstehen. „Das neue Logistikzentrum geht gut voran. Besonders froh sind wir, dass wir bei Zeit und Kosten voll im Plan liegen“, betonte Diek.

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