Kritik an Mauer-Homöopathika

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Berlin - Murus Berlinensis – auf Basis von Stücken der Berliner Mauer sind Homöopathika erhältlich. Die Produkte werden unter anderem von den britischen Apotheken Helios Homoepathy und Ainsworth vertrieben. Letztere ist sogar ein Hoflieferant der Queen und ihres Sohnes Charles, Prinz von Wales. Homöopathie-Kritiker Professor Dr. Edzard Ernst ging bei einer Buchpräsentation auf die Präparate ein.

Tabletten, Cremes, Spray – die britischen Apotheken vertreiben verschiedene Darreichungsformen und unterschiedliche Potenzen von Murus Berlinensis. Die Präparate können online bestellt werden. Sie sollen Menschen helfen, die entweder keine Grenzen kennen – oder aber sich zu sehr von anderen abgrenzen. Die Preise variieren bei Helios zwischen 5 und 74 Pfund.

Ernst ging bei der Buchvorstellung in Großbritannien auf sogenannte alternative Heilmethoden ein. Unter den 150 Beispielen, mit denen er sich in seinem neuesten Werk auseinandersetzt, sind auch Produkte aus Stücken der Berliner Mauer. Die britischen Medien stürzten sich auf das Thema und stellten besonders hervor, dass es sich bei einem Anbieter um einen offiziellen Hoflieferanten – also einen „Royal Warrant Holder“ handelte. Dadurch werde Glaubwürdigkeit hergestellt, sagte Ernst beispielsweise der Zeitung „The Times“.

Bei homöopathischen Heilmitteln vertrauen die Queen und ihr Sohn auf Ainsworth. Seit 1980 stehen die Apotheke offiziell im Dienste der Monarchen. Die 1975 gegründete Londoner Apotheke ist auf Bachblüten-Therapie spezialisiert und bietet 4200 Homöopathika an.

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