Hilfsorganisationen

„Apotheker ohne Grenzen“ in Nepal Maria Hendrischke, 28.04.2015 12:20 Uhr

Berlin - Das schwere Erdbeben in Nepal überschattete die Migliederversammlung und das 15-jährige Jubiläum des Vereins „Apotheker ohne Grenzen“ (AoG). Die Katastrophe in Nepal forderte mehr als 3000 Menschenleben. Zwei ehrenamtliche Einsatzhelfer sind direkt nach der Jubiläumsfeier nach Kathmandu gereist.

Diese Reise sei ohnehin geplant gewesen, da Nepal Fokus eines Langzeitprojekts der Organisation sei, so die neue Geschäftsführerin Ingrid Famula. Allerdings erfolge die Reise nun unter veränderten Schwerpunkten. Nach ihrer Ankunft haben sich die Helfer zunächst einen Überblick der Lage vor Ort verschafft. Außerdem sei ein Treffen mit dem Partner Navis geplant. AoG werden vermutlich im Nordwesten Kathmandus eingesetzt. Vor allem solle der Verein die Region mit Arzneimitteln versorgen und deren Lieferung koordinieren.

Der Verein hat auch einen Spendenaufruf gestartet: 50.000 Euro würden laut Projektkoordinatorin Eliette Fischbach eine umfassende Nothilfe in Nepal ermöglichen. Die Überlastung des Flughafens in Kathmandu verhinderte vorerst die Einreise weiterer Hilfsorganisationen.

Seit 2000 unterstützen AoG die Medikamentenversorgung in Entwicklungsländern und Katastrophengebieten. In der ordentlichen Mitgliederversammlung am vergangenen Samstag legte der Erste Vorsitzende Jochen Schreeck den Geschäftsbericht für 2014 vor. Der Verein hatte 463.000 Euro durch Spenden und Mitgliederbeiträge eingenommen – dem standen Ausgaben von 467.000 Euro gegenüber. Für dieses Jahr wird eine Einnahmensteigerung um mindestens 15 Prozent angestre

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